nicorolli.de https://www.nicorolli.de/blog/ Wed, 25 Feb 2026 07:59:39 +0000 de-DE hourly 1 Folge 15 # "Der Mensch und die KI" - Ein Gespräch mit Michael Wilczynska (Gründer KI-Startup Wianco Ott Robotics) über Ängste, Hoffnungen und Möglichkeiten des Einsatzes von KI https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-15-der-mensch-und-die-ki/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-15-der-mensch-und-die-ki/#comments Sun, 15 Oct 2023 17:22:36 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-15-der-mensch-und-die-ki/ Weiterlesen

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Podcast-Folge:

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Die heutige Podcast-Folge befasst sich mit der KI, bzw. dem Zusammenspiel von Mensch und KI .

Ich unterhalte mich mit Michael Wilczynska, dem Gründer und Managing Director von dem KI-Startup "Wianco Ott Robotics", über das "Gespenst" der 4. industriellen Revolution, die KI. Die Firma Wianco bietet mit Ihrem Produkt "Emma" eine KI an, die bereits bei vielen mittelständigen Unternehmen und großen Firmen erfolgreich zur Automatisierung von Geschäftsprozessen eingesetzt wird. Wianco konnte unter anderem 2020 einen German Innovation Award für sich entscheiden und hat auch den Preis "Frankfurt Forward" als Startup of the Month gewonnen.

In unserem spanndenen Gespräch geht es u.a. darum, was überhaupt eine KI ist, wie diese arbeitet und welche Auswirkungen diese auf unser Leben und Arbeiten hat bzw. noch haben wird. Wir diskutieren die Frage, ob die KI uns einen absoluten Menschheitstraum erfüllt - die Befreiung von harter und langweiliger Arbeit - oder ob Sie eine Bedrohung für uns Menschen darstellt.

Weitere Inhalte des Gespräches sind:

- wie weit uns unser Optimierungs- und Effizienzgedanke treibt bzw. wie sehr die KI dadurch beeinflußt wird

- ob es einen Humanismus in der Digitalisierung gibt

- welche Zukunft Empathieberufe haben

- was eine KI bereits heute kann

- welche Auswirkungen die KI auf unser Personalstruktur und den Fachkräftemangel haben wird

- ob die KI eine Seele und Gefühle hat

- ob wir zukünftig mit einer KI befreundet sein könnten

-.....

www.wianco.de

Weiterführende Literatur zu dem Thema:

- Yuval Noah Harari: Homo Deus

- Richard David Precht: Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens

- Mo Gawdat: Scary Smart

- Kai - Fu Lee: KI 2041





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Folge 14 # "Menschlichkeit UND Unternehmertum - 1000 Mitarbeiter über Werte führen" Marcus Fischer, Inhaber Brothaus https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-14-menschlichkeit-und-unternehmertum-1000-mitarbeiter-mit-werten-f-hren-marcus-fischer-brothaus/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-14-menschlichkeit-und-unternehmertum-1000-mitarbeiter-mit-werten-f-hren-marcus-fischer-brothaus/#comments Sat, 15 Jul 2023 11:24:39 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-14-menschlichkeit-und-unternehmertum-1000-mitarbeiter-mit-werten-f-hren-marcus-fischer-brothaus/ Weiterlesen

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Podcast-Folge:


In meiner heutigen Podcast-Folge spreche ich mit dem Unternehmer und Menschen Marcus Fischer ( Brothaus) über Menschlichkeit. Genauer gesagt sprechen wir über Menschlichkeit UND Unternehmertum.

Wir gehen der Frage nach, ob und wie das überhaupt zusammenpasst: Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit. Geht es vielleicht zukünftig gar nicht mehr ohne Menschlichkeit in Unternehmen?

Die Zukunft ist da: in einem zunehmend komplexen und unsicheren Unternehmensumfeld, prägen WERTE immer stärker das wirtschaftliche Handeln. Wir brauchen Wegweiser, nach denen wir uns, v.a. als Unternehmer bzw. Unternehmen ausrichten.

Wenn wir Unternehmertum neu denken, dann spielt Menschlichkeit eine zentrale Rolle.

Mit Marcus unterhalte ich u. a. über folgende Themen:

- seine Werte als Mensch und Unternehmer

- Menschlichkeit in der Personal-Führung

- warum internes Wachstum (Menschen zum „Wachsen" zu bringen) genauso wichtig wie externes (wirtschaftl.) Wachstum ist

- welche Herausforderungen aber auch Chancen die KI/ Digitalisierung für ein mittelständisches Unternehmen bietet?

- wie in der heutigen Zeit Mitarbeiter gefunden und gebunden werden können

- wie wir mit dem Mindset und der Haltung der jungen Generation umgehen lernen

Der Mensch Marcus Fischer:

brothaus ueber uns marcus fischer gf 658


Marcus ist Familien-Unternehmer aus Herzblut (in der 4. Generation), er betreibt im Großraum Rothenburg ob der Tauber aktuell 67 Bäckerei-Filialen und beschäftigt ca. 1000 Mitarbeiter ( deutschlandweit eine der größten Bäckereien). „ Liebe das Brot " ist sein Unternehmens-Leitspruch, den das gesamte Unternehmen lebt.

Marcus verkörpert Menschlichkeit in seinem Unternehmen auf eine ganz besondere Art, die u. a. durch seinen Vater stark geprägt wurde. Es gibt ein Schlüssel Moment in seinem Leben, der Marcus bis heute als Anspruch und Motivation für sein Handeln dient.

Marcus erzählt uns davon, wie eine Krankheit ihn zu der heutigen Unternehmensgröße geführt hat, und wie er seinen Anspruch Menschlichkeit und Qualität mit Wirtschaftlichkeit zu kombinieren, in seiner täglichen Arbeit umsetzt.

Lernt einen Vollblut-Unternehmer kennen, für den die Menschlichkeit die Unternehmens-Basis darstellt.

Wir hören uns.

Links

⁠www.brot-haus.de⁠

⁠https://brot-haus.de/erleben/ueber-uns/⁠

⁠https://www.facebook.com/brothausburgbernheim/?locale=de_DE⁠

https://www.instagram.com/brothaus.baeckerei/reels/?hl=de


Der Podcast als Video-Podcast:




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Folge 13 # "Mensch(sein) in Zeiten des digitalen Wandels - wie uns emotionale Agilität gerade jetzt hilft"" - Nico Rolli https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-13-menschsein-in-zeiten-des-digitalen-wandels/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-13-menschsein-in-zeiten-des-digitalen-wandels/#comments Wed, 05 Jul 2023 13:42:22 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-13-menschsein-in-zeiten-des-digitalen-wandels/ Weiterlesen

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Podcast-Folge:


Willkommen in der schönen, neuen Digital-Welt... ChatGPT, Google Duplex und weitere KI-Anwendungen sind in aller Munde. Wie geht es uns Menschen damit bzw. wie gehen wir Menschen mit diesen digitalen Veränderungen um? Wo finden wir unsere "Rolle" in der zunehmend digitalen Welt und welche Fähigkeiten benötigen wir, um uns neben der KI zu "positionieren".

Diesen und weiteren spannenden Fragen gehe ich in meiner aktuellen Podcast-Folge nach. Meine These lautet: "Wir brauchen mehr emotionale Agilität".

Erfahrt, was uns als Menschen von der KI unterscheidet, wie wir unsere "Stärken" ausbauen können und wo interessante Zukunfts-Felder für uns Menschen liegen.

Erlebt, was Experten in der Zukunfts-Studie "2050 - Die Zukunft der Arbeit" an Szenarien darstellen und welche Konsequenzen das für uns Menschen hat.

In dieser Podcast-Folge geht um das zutiefst menschliche: unsere EMOTIONEN und um den Umgang mit Emotionen und Gedanken.

Ich nehme Euch mit auf die Reise in die Zukunft und in Euer Innenleben.

Wir hören uns.


Empfehlungen:

Bücher:

Ethan Kross: CHATTER, Die Stimme in deinem Kopf; Daniel Kahnemann: Schnelles Denken, Langsames Denken; Viktor Frankl: Trotzdem Ja zum Leben

Studie: ⁠https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/2050-die-zukunft-der-arbeit⁠

Link:⁠ https://www.manager-magazin.de/harvard/print/hm/index-2023-2.html⁠; ⁠https://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/karriere-im-management-wie-emotionen-manager-reicher-machen-a-1264053.html

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Folge 12 # "Das Hobby zum Beruf machen - Vom Sportstudenten zum Olympia-Reporter" - Manuel Unger (WDR) https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-12-das-hobby-zum-beruf-machen/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-12-das-hobby-zum-beruf-machen/#comments Wed, 05 Jul 2023 10:11:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-12-das-hobby-zum-beruf-machen/ Weiterlesen

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Podcast-Folge:


In meiner aktuellen Podcast-Folge von "Mission Mensch" geht es um die berufliche Leidenschaft. Es geht darum, wie wir unser Hobby zum Beruf machen können. Mein Gesprächspartner ist Manuel Unger. Er ist Musik-Journalist, u.a. (ehem.) Moderator bei 1Live, WDR-Rockpalast, WDR Song-Poeten, Redakteur beim ARD-Morgenmagazin, Podcaster, und Vieles mehr.

Er erzählt seine Geschichte, wie er zum Radio gekommen ist. Erfahrt von Manuel wie sein persönlicher beruflicher Werdegang aussah und wie er mit seiner Vision (Leidenschaft), seinem Können und seinem Willen seinen eigenen Weg gegangen ist.

Wir unterhalten uns u.a. über folgende Themen:

- Leidenschaft für eine (berufliche) Tätigkeit entwickeln

- Wie man seine berufliche Vision findet...

- Warum "Zufall" und "Können" beide zusammenkommen müssen...

- Warum "Machen" wichtiger ist als abzuwarten....

- Was es mit den 3 Kreisen von "High Performance" im Beruf auf sich hat...

- Welche Rolle der "Wille" beim Durchhalten spielt - beruflich, wie privat (oder auch im Sport) ...

- Wie wir lernen mit Rückschlägen umzugehen...

- Welcher bekannter deutscher Sänger und Bandleader eine sehr "weiche" Persönlichkeitsseite entwickelt hat...

- Wie es zu einem spontanen Interview von Manuel mit der Gruppe U2 kam...

... das und Vieles mehr erfahrt Ihr in der neuen Podcast-Folge.

Viel Spaß beim Hören..


Links:

⁠https://www.instagram.com/manuel_unger/?hl=de⁠

⁠https://www.ardaudiothek.de/episode/wdr-4-songpoeten/wdr-4-songpoeten-mit-manuel-unger/wdr-4/12257687/⁠

https://golfntalk.com/

https://walkundtalk.podigee.io/about

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Folge 11 # "Was wäre, wenn Du glaubst, dass Du nur noch wenige Monate zu leben hast?" - Marc Jürgens https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-11-was-waere-wenn-du-glaubst-dass-du-nur-noch-wenige-monate-zu-leben-hast-marc-juergens/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-11-was-waere-wenn-du-glaubst-dass-du-nur-noch-wenige-monate-zu-leben-hast-marc-juergens/#comments Sun, 12 Feb 2023 09:39:43 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-11-was-waere-wenn-du-glaubst-dass-du-nur-noch-wenige-monate-zu-leben-hast-marc-juergens/ Weiterlesen

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Podcast-Folge:


Hast Du Dich schon mal gefragt, was wäre, wenn Du nur noch wenige Monate zu leben hättest? Was würde eine schwerwiegende Diagnose mit einer geringen Lebenserwartung in Dir auslösen? Wie würdest Du darauf reagieren? Wie würdest Du es Deinen Kindern, Freunden, der Familie beibringen? Welche Gedanken würden Dir durch den Kopf gehen?

Genau mit diesen Fragen musste sich Marc Jürgens auseinandersetzen. Mit 53 Lebensjahren ist Marc erfolgreich, auf dem sportlichen und gesundheitlichen Höhepunkt seines Lebens und vor allem ist er glücklich,... dann geht er mit grippalen Symptomen zum Arzt und kommt mit einer Krebsdiagnose zurück. Sein Leben ändert sich von Jetzt auf Gleich um 180 Grad. Über 50 Tumore an verschiedenen Stellen seines Körpers werden schlussendlich diagnostiziert. Das ist 2 Jahre her. Heute erfreut sich Marc bester Gesundheit. Was ist in der Zwischenzeit passiert?

Marc berichtet ehrlich und vollkommen offen über den Moment der Diagnose, seinen Umgang mit dem Krebs und seinen Gedanken und Gefühlen. Er gibt einen Einblick in seine Innenwelt und seinen Weg mit der vermeintlich todbringenden Krankheit umzugehen.

Wir sprechen u.a. über die eigene, liebevolle Ehrlichkeit und die Akzeptanz der Situation. Marc erzählt von einer großen Klarheit und von seiner Suche nach dem "Fehler im System". Gibt es Dinge, die er im Moment der baldigen Endlichkeit seines Lebens, bereut oder vermisst? Wir sprechen an dieser Stelle auch über die Inhalte aus dem Buch "5 Dinge, die Sterbende am meisten bedauern" (Bronnie Ware) und über die Wichtigkeit der individiduellen Überzeugung, durch eigenes Handeln, alle Probleme meistern zu können (Selbstwirksamkeit).

And now, the end is near

And so I face the final curtain

My friend, I’ll say it clear

I’ll state my case, of which I’m certainI’ve lived a life that’s full

I’ve traveled each and every highway

And more, much more than this

I DID IT MY WAY

Frank Sinatra

Kontakt könnt Ihr mit Marc über seine Mail-Adresse marc.juergens@googlemail.com

oder über LInkedIn: https://www.linkedin.com/in/marc-j%C3%BCrgens-b5b022170/?originalSubdomain=de  aufnehmen.

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Folge 10 # "Empathie und Vertrauen in der Arzt-Patienten-Beziehung" - Prof. Sven Meuth https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-10-empathie-und-vertrauen-in-der-arzt-patienten-beziehung-prof-dr-dr-sven-meuth-uniklinik-duesseldorf/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-10-empathie-und-vertrauen-in-der-arzt-patienten-beziehung-prof-dr-dr-sven-meuth-uniklinik-duesseldorf/#comments Wed, 01 Feb 2023 20:54:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-10-empathie-und-vertrauen-in-der-arzt-patienten-beziehung-prof-dr-dr-sven-meuth-uniklinik-duesseldorf/ Weiterlesen

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Podcast-Folge:


Diesen Podcast kannst Du auch als Video-Podcast anschauen:


Welche Erfahrungen hast Du mit Ärzten gemacht? Wie empathisch ist Dir eine Diagnose kommuniziert worden? Was wünschst Du dir von Ärzten?

Vor 9 Jahren haben ich selber eine schwerwiegende Diagnose erhalten. Ich hatte das Gefühl, dass der Arzt mir die Diagnose einfühlsamer und irgendwie menschlich-näher hätte vermitteln können. Seitdem beschäftigt mich das Thema "Arzt-Patienten-Beziehung".

In meiner aktuellen Podcast-Folge diskutiere ich genau dieses Thema mit einem Arzt, der die Empathie und das Vertrauen in der Beziehung zu seinen Patienten als elementar sieht. Patienten sind für Ihn an erster Stelle Menschen. Sven Meuth erzählt von seinen Erfahrungen. Er berichtet von Gesprächen mit Patienten, die eine Lebenserwartung von max. 12 Monaten haben. In unserem sehr offenen und menschlichen Gespräch geht es u.a. um folgende Fragen:

- gibt es einen guten Weg, eine schlechte Diagnose zu überbringen?

- welche Faktoren spielen in der Arzt-Patienten-Beziehung eine wesentliche Rolle?

- welchen Einfluss hat die Beziehung zwischen Arzt und Patienten für den Verlauf der Behandlung?

- wo und wie lernen Ärzte positiven Einfluss auf die Beziehung zu Patienten zu nehmen?

- nimmt man die persönlichen Tragödien, die man erlebt, mit in seinen Alltag?

- warum brauchen gerade MS-Patienten (Multiple Sklerose) besonders viel Vertrauen zu Ihrem Arzt?

Ich bin begeistert von den Ansichten, der Haltung und dem Aufklärungsbedürfnis von Prof. Meuth und empfehle jedem seinen Blog:

Show-Notes:

www.reine-nervensache.de

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Folge 9 # "Ende des Zeitalters des Egoismus?" - Neujahrsvorsätze der Deutschen - Kathie Kleff https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-9-ende-des-zeitalters-des-egoismus-kathie-kleff/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-9-ende-des-zeitalters-des-egoismus-kathie-kleff/#comments Wed, 01 Feb 2023 20:37:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-9-ende-des-zeitalters-des-egoismus-kathie-kleff/ Weiterlesen

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Was sind Deine Vorsätze für das neue Jahr (2023)?

Eine Befragung über Ihre Jahres-Vorsätze für 2023, der "Stiftung für Zukunftsfragen", unter 2.000 Bundesbürgern, bringt erstaunliche Ergebnisse zu Tage. Die Ersteller der Befragung schlussfolgern, dass sich das Zeitalter des Egoismus dem Ende entgegen neigt. Ist das wirklich so? Über die Ergebnisse der Befragung und Ihre ganz persönlichen Jahres-Vorsätze unterhalte ich mich mit der Moderatorin (Antenne Bayern), Podcasterin (Get happy by Antenne Bayern) und traumasensitiven Coachin Kathie Kleff.

Unter anderem geht es um folgende Themen:

- was mache ich mit "Mehr-Zeit" für mich? Womit verbringen wir aktuell die meiste Zeit (Befragungs-Ergebnisse) und was wäre wünschenswert?

- wie schaffe ich es wirklich optimistischer zu denken? Warum ist unsere Bewusstheit hierfür so wichtig?

- wie können wir besser zuhören, ohne gleich zu kritisieren?

- ist es wirklich so, dass wir eine Entwicklung zu mehr Gemeinschaftssinn und weniger Egoismus aktuell erleben?

Erlebt konkrete Anregungen und Impulse für das neue Jahr und reflektiert gemeinsam mit uns, wie Deine Vorsätze aussehen und was für Dich dieses Jahr wichtig ist.

Viel Spaß beim Reinhören :-)

Show-Notes:

https://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/neujahrsvorsaetze-2023-mehr-optimismus-und-gelassenheit/

https://www.stiftungfuerzukunftsfragen.de/freizeit-monitor-2022/

Freut Euch auf spannende, neue Erkenntnisse und Impulse. Wir wünschen Euch Allen von Herzen ein gesundes, erkenntnisreiches und bewusstes Jahr 2023.

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Folge 8 # "Sind wir Wissens-Riesen und Umsetzungs-Zwerge?" /Menschen und Gewohn(ein)heiten - Prof. Dr. Oliver Schumann https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-8-sind-wir-wissens-riesen-und-umsetzungs-zwerge-prof-dr-oliver-schumann/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-8-sind-wir-wissens-riesen-und-umsetzungs-zwerge-prof-dr-oliver-schumann/#comments Mon, 14 Nov 2022 14:13:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-8-sind-wir-wissens-riesen-und-umsetzungs-zwerge-prof-dr-oliver-schumann/ Weiterlesen

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Podcast-Folge:

Diesen Podcast kannst Du auch als Video-Podcast anschauen:


In meiner heutigen Podcast-Folge unterhalte ich mich mit meinem sehr geschätzten Dozenten-Kollegen, Prof. Dr. Oliver Schumann. Oliver Schumann ist Autor des Fachbuches "Gewohn(ein)heiten" und ein absoluter Experte in Hinblick auf menschliche Gewohnheiten, Verhaltens-Muster und unsere Psyche.

Wir erörtern die Frage, ob wir Menschen "Wissens-Riesen und Umsetzungs-Zwerge" sind? Wir erörtern, warum Gewohnheiten unser Leben und unser Verhalten bestimmen und wie wir neue Gewohnheiten aufbauen können. Gewohnheiten sind ein ambivalentes Konstrukt: Auf der einen Seite sind sie Grund für Rückschritt, Stagnation und Fehlentwicklung. Auf der anderen Seite sind sie die Grundlage für Performance und Excellence. Gewohnheiten agieren im Schatten des menschlichen Bewusstseins – in der Krise werden sie jetzt sichtbar, weil sie eingeschränkt werden.

Inhalte des Gespräches sind u.a.:

- "Wie tickt der Mensch?"

- Gewohnheiten als evolutionäre Maßnahme zur Energie-Reduzierung

- Die 2 Denk-Systeme von Daniel Kahnemann (schnelles und langsames Denken) und wie diese unser Leben beeinflussen

- Einkaufs-Gewohnheiten und anderes "automatisches" Verhalten

- Gehirnstrukturen und Funktionsweisen (v.a. Limbisches System und Neo-Cortex)

- Unser "Autopilot" steuert 50% unseres täglichen Verhaltens

- funktionale und dysfunktionale Gewohnheiten

- Gewohnheiten und Spitzensport

- Was ist der Unterschied zwischen Gewohnheiten und Routinen?

- ...


Freut Euch auf spannende, neue Erkenntnisse und Impulse.

Show-Notes:

https://schumann-acc.de/

https://schumann-acc.de/produkt/gewoh...

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Folge 7 # Positive Psychologie, Emotionen und das Konzept der "radikalen Ehrlichkeit" - Dipl. Psychologe Michael Tomoff https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-7-positive-psychologie-emotionen-und-das-konzept-der-radikalen-ehrlichkeit-dipl-psychologe-michael-tomoff/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-7-positive-psychologie-emotionen-und-das-konzept-der-radikalen-ehrlichkeit-dipl-psychologe-michael-tomoff/#comments Mon, 17 Oct 2022 11:07:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-7-positive-psychologie-emotionen-und-das-konzept-der-radikalen-ehrlichkeit-dipl-psychologe-michael-tomoff/ das Leben passiert uns Humor - welche [...] ]]>


In meiner heutigen, emotionalen, Video-Podcast-Folge (auch als reine Podcast-Version unter dem Video abrufbar), habe ich den Dipl. Psychologen, Autor und Coach Michael Tomoff zu Besuch. Michael coacht Unternehmen wie die DHL, unterrichtet Lehrer in der Positiven Psychologie und hat über 200 Blogs und mittlerweile 4 Fach-Bücher geschrieben.

Unsere Gesprächs-Themen heute sind:

  • qualitativ hochwertige Beziehungen
  • Roger Federer und Rafael Nadal - Männlichkeit und Weinen: passt das zusammen?
  • was uns "trifft, be-trifft uns"
  • Ausprobieren, neue Dinge lernen, reinschnuppern in neue Dinge/ Konzepte und Menschen mitnehmen, diese inspirieren
  • von Zufällen, die keine sind > das Leben passiert uns
  • Humor - welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es?
  • Emotionen und Lebendigkeit - Weinen als Kraft der Veränderung/ Zugang zu dem, was uns bewegt > konkrete Tips um mehr zu fühlen
  • Menschen berühren, ohne diese anzufassen
  • Vom Verstand mehr zum Gefühl kommen
  • Gewaltfreie Kommunikation: wie schwer es uns häufig fällt unsere Gefühle und Bedürfnisse zu spüren
  • Positive Psychologie: Was ist das? Wie kann man diese einsetzen? Welchen Nutzen hat sie?
  • Zugehörigkeit / "Wer ist so wie ich?"-Übung: praktisches Beispiel im Coaching
  • Konzept der "radikalen Ehrlichkeit" - .. und was Jim Carrey damit zu tun hat
  • Dankbarkeit
  • Verletzlichkeit leben - Berührung empfinden

Emotionen, positive Psycholgie und radikale Ehrlichkeit - neue bewegende Impulse für "Mission Mensch"!

https://tomoff.de/

Radikale Ehrlichkeit

Federer und Nadel

Positive Psychologie

Gewaltfreie Kommunikation

Verletzlichkeit - Brene Brown Vortrag

Michael Tomhoff podcast positive psychologie emotionen und das Konzept der radikalen Ehrlichkeit



Quellen:

Gewaltfreie Kommunikation: Bücher von Marshall Rosenberg

Radikale Ehrlichkeit von Brad Blanton - Buch: Radikal Ehrlich: Verwandle Dein Leben

Positive Psychologie: s. Bücher von Michael Tomoff

Verletzlichkeit: s. Brene Brown (TED und Bücher)

Hochqualitative Beziehungen: s. Blog Nico Rolli: "Zwischenmenschliche Beziehungen verbessern"

Viel Spaß beim Reinhören bzw. Reinschauen

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Blog 6 # : Zwischenmenschliche Beziehungen verbessern – Impulse für Job und Privatleben https://www.nicorolli.de/blog/zwischenmenschliche-beziehungen-verbessern/ https://www.nicorolli.de/blog/zwischenmenschliche-beziehungen-verbessern/#comments Tue, 11 Oct 2022 08:34:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/zwischenmenschliche-beziehungen-verbessern/ Weiterlesen

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Die Qualität unserer sozialen Interaktion – Wie wir zwischenmenschliche Beziehungen verbessern können


Zwischenmenschliche Beziehungen verbessern


Die Bilder sind weltweit viral gegangen: die beiden besten Tennisspieler der Welt, Roger Federer und Rafael Nadal, weinen zusammen beim Abschied von Roger Federer.

Eurosport titelt: „Superstars werden von Ihren Emotionen übermannt.“

Mein erster Gedanke, als ich diese berührenden Bilder sehe ist, dass es Zeit wird, über zwischenmenschliche Beziehungen, im privaten wie beruflichen, zu schreiben. Wir alle sind daran interessiert, dass wir unsere zwischenmenschlichen Beziehungen verbessern. Danke an Roger und Rafael für diese emotionale Steilvorlage und für den sehr ehrlichen und sehr menschlichen Ausdruck von Gefühlen und die gezeigte zwischenmenschliche Verbundenheit.

Wir sind alle, jeden Tag, in Interaktion mit anderen Menschen. Beziehungen entstehen auf der Basis von Interaktionen. Ohne Interaktion gibt es keine Beziehung! Interaktionen können von sehr unterschiedlicher Qualität sein:

Zwischenmenschliche Beziehungen verbessern Grafik Interaktion Kontinuum

Grafik: Interaktions-Kontinuum

Positive Interaktionen mit anderen Menschen (z.B. ein Türaufhalten, Lächeln, Zuhören, etc.) haben eine kraftvolle und energetisierende Auswirkungen auf uns Menschen. Diese hohe Interaktions-Qualität ist wissenschaftlich unter dem Begriff der „High Quality Connections (HQC)“ erforscht worden. In Ihrem Buch „Energize your Workplace“ beschreibt Jane Dutton 2003, was HQC’s auszeichnet, wie wichtig diese qualitativ hochwertigen Verbindungen am Arbeitsplatz sind und welche Faktoren einen fördernden Einfluss haben. Hochqualitative Beziehungen/ Verbindungen (HQC’s) sind Momente, die Stärke und Ressourcen beim Interaktions-Partner aufbauen.

HQC’s zeichnen sich durch 3 Merkmale aus:

  • das Gefühl von Vitalität und Energie
  • die Achtung und den Respekt im Geben und Nehmen
  • ein erhöhtes Maß an Verbundenheit und Vertrauen


Infografik Blog zwischenmenschliche Beziehungen verbessern


Immer dann, wenn wir aus einer Interaktion mit einem höheren Energielevel herausgehen, wenn wir merken, dass wir vitaler und lebendiger sind, erleben wir eine HQC.

Wir alle spüren in Interaktionen sehr schnell, ob ein gesunder Austausch zwischen Geben (z.B. zuhören, präsent sein) und dem Nehmen (Ratschläge, Aufmerksamkeit) stattfindet. Dem anderen auf Augenhöhe zu begegnen ist hierfür die Voraussetzung.

Vertrauen entsteht in den HQC-Momenten. Wir zeigen uns dann evtl. emotionaler und verletzlicher als sonst. Diese Verbundenheit gibt uns den Raum, so sein zu dürfen, wie wir sind.

Der Dipl. Psychologe Michael Tomoff beschreibt darüber hinaus, dass mit HQC's:

„... die zwischenmenschlichen Verbindungen gemeint sind, die sich durch gegenseitige positive Wertschätzung, Vertrauen und aktives Engagement auf beiden Seiten auszeichnen.“ (S. 19)

Die aufgeführten Punkte finden sich in der Beziehung/ Verbindung von Roger Federer und Rafael Nadal wieder. Selbst in einer Konkurrenz-/ Wettkampf-Situation können Menschen HQC’s eingehen und die Wirkungen spüren. Die beiden Weltklasse-Tennisspieler zeigen nicht zuletzt in ihrer geteilten Traurigkeit beim Abschied von Roger Federer, wie „High Quality Connections“ gelebt werden. Solche hochwertigen Interaktionsformen können aufgrund ihres Energielevels lebensverändernd wirken. HQC’s entstehen über das wiederholte Erleben der oben aufgeführten Merkmale in der Interaktion.

Zwischenmenschliche Beziehungen verbessern – Notwendigkeit in Unternehmen

Das soziale Kapital, sprich die Qualität der Verbindung/ Beziehungen zwischen Menschen in einem Unternehmen, ist der Schlüssel zum Unternehmens-Erfolg im 21. Jahrhundert. Dr. Theresa M. Welbourne von der University of Michigan (Ross School of Business) spricht in diesem Zusammenhang sogar von „relational capital“ (Beziehungs-Kapital) anstelle von "Human Kapital". Wir leben in einer Zeitenwende, die neue Begriffe braucht. Der Begriff Human Kapital ist unpassend. Menschen sind mehr als ökonomisch interessante Größen.

Eine Studie der Relational Capital Group hat ergeben, dass 89% der erfahrenen Führungskräfte glauben, dass Beziehungen Jahr für Jahr der wichtigste Faktor für ihren Erfolg sind. Die Studie ergab jedoch auch, dass nur 24% dieser Führungskräfte tatsächlich absichtlich etwas unternehmen, um den Aufbau dieser Beziehungen zu fördern. Die Studie zeigt weiter, dass weniger als 5% der Organisationen tatsächlich spezifische Strategien haben, um Ihren Fachleuten zu helfen, die zur Erreichung Ihrer Ziele erforderlichen Beziehungen zu entwickeln und zu festigen.

In der nachfolgenden Grafik von der Relational Capital Group wird dargestellt, das zukünftig neben dem Besetzen einer geschäftlichen Nische vor allem menschliche Faktoren die entscheidende Rolle für Unternehmen spielen (werden): Mitarbeiter (human), Beziehungen (relational) und Führung (Leadership). Menschen und Beziehungen sind elementar, v.a. in der Dienstleistung.

Zwischenmenschliche Beziehungen verbessern Grafik Whitepaper

s. Grafik aus Studie: „The intrinsic link between human and realtional capital.“ S. Relational Capital group im Bereich Whitepapers

Zwischenmenschliche Beziehungen verbessern – Der Schlüssel zu menschlichem Glück

Eine Langzeitstudie, die diesen Namen wirklich verdient, ist die Studie zur "Entwicklung Erwachsener" der Harvard University. Über insgesamt 75 Jahre wurden rund 700 Männer von 1938 an (im Alter von 16 Jahren), alle 2 Jahre, mit einem Fragebogen über ihre Zufriedenheit im Job, ihrer Ehe und andere Punkte befragt. Außerdem wurden Teilnehmer alle 5 Jahre gesundheitlich untersucht. Heute leben noch ca. 60 der Studien-Teilnehmer.

Was ist die wichtigste Erkenntnis aus dieser Studie?

„Die wichtigste Botschaft, die wir aus der 75 Jahre andauernden Studie erhalten, ist: Gute Beziehungen machen uns glücklicher und gesünder.“ Harvard-Professor und Psychiater Robert Waldinger

In seinem TED-Vortrag stellt Prof. Waldinger die 3 Faktoren dar, die nach dieser Studie uns Menschen wirklich glücklich machen.

Die 3 Faktoren sind:

  1. Beziehungen machen uns glücklich > enge Beziehungen machen glücklicher und gesünder.
  2. Qualität der Beziehungen ist entscheidend > eine guten Beziehung ist relevant (s. HQC)
  3. Eine stabile Ehe macht glücklich > die körperliche und geistige Gesundheit wird positiv beeinflusst

Diese spannende Langzeitstudie belegt die Wichtigkeit von hochqualitativen Beziehungen in unserem Leben.

Tips zur Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten und Wege die zwischenmenschlichen Beziehungen zu verbessern:

Zwischenmenschliche Beziehungen verbessern Grafik Rose

Mod. Grafik von Nico Rose nach Jane Dutton;

  1. Respektieren bedeutet, dass wir anderen Menschen mit einem erhöhten Maß an Respekt begegnen. Indem wir 5% mehr Wohlwollen und Achtung unserem Gegenüber in einem Gespräch entgegenbringen, verbessern wir die Beziehung.
  2. Unterstützen: den Blick darauf lenken, was unser Gegenüber gerade besonders von uns benötigt.
  3. Spielen: Spaß miteinander zu haben, humorvoll und lustig miteinander umzugehen, stärkt ebenfalls unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. So schaffen wir eine angenehme und leichte Atmosphäre.
  4. Vertrauen: oftmals geht es um einen Vertrauens-Vorschuss, den wir anderen Menschen geben können. Menschen öffnen sich, wenn sie merken, dass jemand an sie glaubt.

Weitere Tips:

Darüber hinaus ist es hilfreich, sich auf das Gute beim Gegenüber zu fokussieren. Indem wir uns klar darüber sind, dass jeder Mensch seine eigene „Schlacht“ im Leben führt (jeder hat sein eigenes "Lebens-Thema"), können wir Menschen weniger bewertend begegnen.

Präsent zu sein und wirklich unserem Gegenüber zuzuhören (aktives Zuhören) stärkt ebenfalls unsere zwischenmenschliche Beziehungen. Ich fühle mich dann direkt viel mehr angenommen von meinem Gesprächspartner.

Gemeinsamkeiten zu erkennen und diese anzusprechen, schafft die schnellste Verbindung zwischen Menschen. Wir fühlen dann eine vertraute Atmosphäre.

Je besser wir im Kontakt mit uns selbst sind (Selbstreflexion) und wenn wir wirklich wissen, wer wir selbst sind, desto besser können wir zwischenmenschlichen Kontakt zu anderen Menschen herstellen. Wir sind dann authentischer und können auch unsere verletzliche Seite zeigen. Verletzlichkeit hat eine enorme Auswirkung auf unsere Verbindung zu anderen Menschen (s. Brene Brown).

Message-To-Go

Die Qualität unserer Beziehungen zu anderen Menschen hat einen enormen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit. Langzeitstudien zeigen, dass wir Menschen glücklicher sind, wenn wir enge Beziehungen haben. „Beziehungs-Kapital“ ist ein neuer Begriff, der sich im beruflichen Umfeld etabliert. Zukünftig entscheidet immer mehr die Verbindungs/ Beziehungs-Qualität zu Menschen über den Unternehmens-Erfolg.

Qualitativ hochwertige Verbindungen (HQC) zu anderen Menschen zeichnen sich durch 3 Merkmale aus:

  • Gefühl von Vitalität und Energie
  • Achtung und Respekt im Geben und Nehmen
  • Erhöhtes Maß an Verbundenheit und Vertrauen

Zwischenmenschliche Beziehungen werden gezielt verbessert über Interventionen auf 4 Ebenen: Respektieren – Unterstützen – Spielen – Vertrauen.

Weitere Informationen unter www.nicorolli.de.


Quellen:

Tomoff, M. (2015), Positive Psychologie im Unternehmen. Springer

Relational Capital Group - www.relationalcapitalgroup.com

Adecco. 2007. http://www.relationalcapitalgroup.com/wp-content/uploads/2010/03/adecco_wbf_exec_summary_bro_final_1.pdf (abgerufen 1.07.02021)

Rose, N. (2019), Arbeit besser machen. Haufe Verlag

Jane Dutton: http://www.ippanetwork.org/wp-content/uploads/2015/08/WK17-Positive-Identity-Infusions-A-Tool-for-Building-Thriving-and-Engagement-in-Organizations_Dutton.pdf





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Folge 6 # (2. Teil) "Mensch und Arbeiten" revolutionieren / Zeitenwende: Der Mitarbeitende als Mensch - Ben Visser (allygatr - CEO) https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-6-2-zeitenwende-der-mitarbeitende-als-mensch-ben-visser-2/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-6-2-zeitenwende-der-mitarbeitende-als-mensch-ben-visser-2/#comments Thu, 29 Sep 2022 09:30:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-6-2-zeitenwende-der-mitarbeitende-als-mensch-ben-visser-2/ Weiterlesen

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Mensch im Kontext der Arbeit

Wir befinden uns gerade mitten in einer Zeitenwende im Personalwesen (HR): wir müssen weg vom Verwaltenden und von Begriffen wie "human ressources", hin zu den Mitarbeitenden und ihren Bedürfnissen, bei gleichzeitiger gemeinsamer Unternehmens-Zielerreichung.

Diese Podcast-Folge (in 2 Teilen), beschäftigt sich mit einem Mann, der diese Zeitenwende einläutet. Er revolutioniert gerade die Recruiting- und HR-Branche mit seinem Unternehmen "allygatr". Sein Name ist Ben Visser. Ben lebt "Unternehmertum" vor, er hat in den letzten Jahren 13 Unternehmen aufgebaut. Geleitet wird er von Grundsätzen wie: "Mitarbeiterzufriedenheit VOR Gewinn", "Digitalisierung UND Mensch" und "Digitalisierung FÜR Menschen".

Im zweiten Teil dieser sehr lebendigen Podcast-Folge gehe ich den Fragen nach, was Ben Visser genau beruflich macht, was für ihn als Unternehmer und Investor wichtig ist, und nach welchen Grundsätzen und Überzeugungen er Unternehmen aufbaut. In einem sehr sympathischen und offenen Gespräch liefern wir Antworten auf folgende Fragen:


  • was genau ein operativer Geldgeber für Startup's im HR-Tech-Bereich ist, und wie er arbeitet
  • wie die Betreuung, das Mentoring und die Unterstützung für Startup's aussieht
  • welche Hilfe Startup's häufig benötigen
  • welche Gründe dazu führen, dass Mitarbeiter ein Unternehmen verlassen
  • warum viele (junge) Menschen einen Sinn-Hunger haben
  • inwiefern "The Great Resignation" ein Phänomen ist, das uns auch in Deutschland betrifft
  • warum Emotionen in Unternehmen wichtig sind
  • ob New Work in der Dienstleistung umgesetzt werden kann
  • welchen Einfluss Kooperation und Konkurrenz auf die Motivation von Menschen haben
  • wie gelebte Unternehmens-Verantwortung in unserer WIR-tschaft aussieht
  • welches Tips man Unternehmern in der aktuellen Zeit geben kann

So geht "Mission Mensch" im Personalbereich - hört rein und lasst Euch inspirieren.

Zeitenwende: Der Mitarbeitende als Mensch

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Mensch im Kontext der Arbeit

Wir befinden uns gerade mitten in einer Zeitenwende im Personalwesen (HR): wir müssen weg vom Verwaltenden und von Begriffen wie "human ressources", hin zu den Mitarbeitenden und ihren Bedürfnissen, bei gleichzeitiger gemeinsamer Unternehmens-Zielerreichung.

Diese Podcast-Folge (in 2 Teilen), beschäftigt sich mit einem Mann, der diese Zeitenwende einläutet. Er revolutioniert gerade die Recruiting- und HR-Branche mit seinem Unternehmen "allygatr". Sein Name ist Ben Visser. Ben lebt "Unternehmertum" vor, er hat in den letzten Jahren 13 Unternehmen aufgebaut. Geleitet wird er von Grundsätzen wie: "Mitarbeiterzufriedenheit VOR Gewinn", "Digitalisierung UND Mensch" und "Digitalisierung FÜR Menschen".

Im ersten Teil dieser sehr lebendigen Podcast-Folge gehe ich den Fragen nach, wer Ben Visser als Mensch ist, wofür er steht und was seine Passion, seine Berufung ist. In einem sehr sympathischen und offenen Gespräch liefern wir Antworten auf folgende Fragen:

  • wie Ben mit 15 Jahren seine erste Firma gegründet hat
  • warum die Bundeswehr durch ihn sicherer und kommunikativer geworden ist
  • wie er den Weg ins Recruiting-Geschäft gefunden hat und was seine Erkenntnisse aus über 10.000 Bewerber-Gesprächen sind
  • wie er Unternehmertum lebt und welche Werte und Überzeugungen ihn leiten
  • warum er keine Unterscheidung zwischen Privat und Job macht
  • welche Persönlichkeitsmerkmale ihn ausmachen
  • welchen "Fußabdruck" Ben in der Welt hinterlassen möchte
  • wie Ben zur Beteiligung an mittlerweile 13 Unternehmen kam
  • was hinter seiner Aussage steht, dass "Mitarbeitende zu allererst Menschen sind"
  • wie er es sich "leisten" kann, dass die Mitarbeiter-Zufriedenheit in seinen Unternehmen wichtiger ist als der Gewinn

So geht "Mission Mensch" im Personalbereich - hört rein und lasst Euch inspirieren.

Zeitenwende: Der Mitarbeitende als Mensch

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Folge 5 # Demut und Dankbarkeit - Dr. Thomas Stickel (Zahnarzt und Uganda-Projekt-Initiator) https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-5-demut-und-dankbarkeit-thomas-stickel/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-5-demut-und-dankbarkeit-thomas-stickel/#comments Fri, 23 Sep 2022 07:45:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-5-demut-und-dankbarkeit-thomas-stickel/ Weiterlesen

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"Stickels medical care service Uganda"- Die bewegende Geschichte handelt von einer Gorilla-Reise, einer Patenschaft und einem Klinikaufbau in Uganda. Dr. Thomas Stickel, ein Zahnarzt aus Wetzlar, erzählt SEINE ERLEBTE GESCHICHTE, die von Demut, Dankbarkeit, Vertrauen und Sinnhaftigkeit handelt. Erfahrt, warum Thomas plant, sein Auto zu verkaufen, um weiter helfen zu können.

Inhalte dieser Podcast-Folge sind

  • DEMUT - von Mut und Dien
  • Sich selbst "erden" und die eigenen Ängste und Sorgen relativieren
  • einen Vertrauensvorschuss geben, ohne zu wissen, was passiert, um dann von dem "Ergebnis" total überrascht zu werden
  • Dankbarkeit und Sinn bedeuten mehr als jegliche materiellen Dinge
  • von Zufällen (zu-fallen) und Fügungen, wie die wichtigsten Dinge in unserem Leben ungeplant passieren
  • die Selbstverständlichkeit zu helfen
  • Erfahrungen, die das eigene Leben verändern
  • Trotz Zweifel weitergehen
  • Sinnhaftigkeit durch ein "Herzens-Projekt"
  • Bauch-Entscheidung und wie uns Emotionen leiten

Menschen, die dieses Herzens-Projekt "Stickels medical care service" in Uganda, unterstützen möchten, wenden sich gerne direkt an Thomas Stickel unter zahnarztthomasstickel@web.de.

Thomas Stickel Uganda

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Viel Spaß beim Reinhören

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Blog 5 # : Selbstreflexion Beispiel: 5 konkrete Trainings-Impulse https://www.nicorolli.de/blog/selbstreflexion-beispiel-wer-bin-ich/ https://www.nicorolli.de/blog/selbstreflexion-beispiel-wer-bin-ich/#comments Thu, 22 Sep 2022 11:55:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/selbstreflexion-beispiel-wer-bin-ich/ Weiterlesen

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Erkenne Dich selbst

Nico Rolli Blog Selbstreflexion Beispiel

Selbstreflexion Beispiel : Das Orakel von Delphi

Eigenen Coaching-Erfahrungen zeigen, dass wir Menschen uns selbst, andere Menschen und die Welt anders zu sehen beginnen, wenn wir die Weite und die Tiefe unserer inneren Welt kennenlernen (Selbstreflexion). Wir sind (zu) sehr daran gewöhnt, nach Außen zu schauen, auf die Dinge, die uns umgeben, wie z.B. was wir besitzen (Haben) und was wir arbeiten (Tun).

"Wer nach außen schaut, träumt; wer nach innen schaut, erwacht.“ Carl Gustav Jung

Ungewohnt ist (häufig) der Blick in unsere eigene Innenwelt, in das eigene „So-Sein“. Mit dem „Sein“ haben sich schon die Menschen in der Antike beschäftigt. Die bekannte Tempel-Inschrift am Apollotempel von Delphi „Gnothi seauton“, ist ein klares Bekenntnis zur Selbstreflexion. Die Inschrift bedeutet übersetzt „Erkenne dich selbst/ Erkenne, was Du bist“. Jedes Individuum hat nach der Meinung des Orakels die Verantwortung für seine eigenen Grundhaltungen und damit für sein Denken und Handeln. Ziel ist es, dass eigene Denken zu „durch“schauen und darüber hinaus zu gehen. Dann erkennen wir, wer wir hinter unseren vergänglichen Gefühlen und Gedanken sind.

„Allen Menschen ist zuteil, sich selbst zu erkennen und vollständig zu denken.“ Heraklit

Wir halten fest, dass die Selbstreflexion uns von der äußeren Ebene des Habens und des Tuns, zu der inneren Ebene dessen, was uns als Menschen ausmacht, unser Sein, führt. Selbstreflexion ist eine notwendige Voraussetzung, um emotional intelligent zu handeln.

Selbstreflexion Beispiel - Schmetterling und Taucherglocke

Es scheint so, dass wir Menschen mehr Kenntnisse von elektronischen Geräten, Autos oder Marken-Textilien haben, als von unserer eigenen inneren Welt. Manchmal brauchen wir Menschen erst einen Auslöser, der uns von der Außenwelt in unsere Innenwelt katapultiert. Der Autor Robert Betz beschreibt, dass wir häufig erst über die 3 K’s zur Selbstreflexion kommen. Die 3 K’s sind: Krise, Krankheit und Konflikte.

Ein Film (nach einer wahren Begebenheit), der 2008 in insg. 4 Kategorien für einen Oscars nominiert war, „Schmetterling und Taucherglocke“, zeigt ein solches 3-K-Schicksalsdrama und die anschließende Selbstreflexion auf: der französische Chefredakteur des Magazins „Elle“, Jean-Dominique Bauby, erleidet 1995, im Alter von 43 Jahren, einen massiven Schlaganfall. Er erleidet das sog. „Locked-In-Syndrom“: er ist stumm, ganzheitlich gelähmt und kann nur noch mit seinem linken Augenlid blinzeln. Trotz seiner unvorstellbaren Einschränkungen, begreift Bauby immer mehr, dass er (obwohl er sich wie in einer Taucherglocke gefangen fühlt) geistig aktiv und frei, wie ein Schmetterling ist. Bauby diktiert seine Selbstreflektion, seine Wünsche und Träume über Monate hinweg allein mit dem Blinzeln seines linken Auges. So entstehen Baubys Memoiren "Schmetterling und Taucherglocke". Sein Buch ist voller Lebensfreude, Poesie und philosophischer Einsichten. Nur wenige Tage nach der Veröffentlichung seines Buches, verstirbt Bauby 1997.

Trailer zu dem Film "Schmetterling und Taucherglocke"

Wir Menschen sind in Bezug auf unsere Selbstreflexion frei wie ein Schmetterling und dennoch sind wir häufig in unserer eigenen, selbstgeschaffenen „Taucherglocke“ „gefangen“. Die Folge davon ist, dass wir uns nicht selbst reflektieren. Schauen wir uns im weiteren Verlauf an, was Selbstreflexion genau bedeutet.

Der Weg nach Innen – der Königsweg der Selbstreflexion

Selbstreflexion setzt sich aus den Begriffen „Selbst“ und „Reflexion“ („zurückstrahlen“ oder „nachdenken“) zusammen und bedeutet einen bewussten Blick auf das eigene Handeln, Denken und Fühlen – unser Inneres - zu werfen. Wir „arbeiten“ an und mit uns selbst, wenn wir uns selbst reflektieren. Indem wir fragen „Wer sind wir?“, wollen wir mehr über uns selbst erfahren, Gewohnheiten, Verhaltens- und Glaubensmuster werden freigelegt. Wir lernen uns über die Selbstreflexion selbst (besser) kennen. Selbstreflexion ist vergleichbar mit einem Date mit jemanden, den wir gerade erst kennenlernen und über den wir mehr erfahren möchten. Nur das wir selbst derjenige sind, den wir kennenlernen wollen.

„Aber Selbsterforschung ist meist schon der erste Schritt zur Wandlung, und ich erfuhr, dass niemand ganz der bleibt, der er war, indem er sich erkennt." Thomas Mann

Die Psychologin Stefanie Stahl sieht einen engen Zusammenhang zwischen Selbstreflexion und Selbsterkenntnis. Sie beschreibt in dem Kapitel „Ein Plädoyer für die Selbsterkenntnis“: „..das Selbsterkenntnis nicht nur der Königsweg ist, um sich aus seinen persönlichen Problemen zu befreien, sondern auch der Königsweg, um ein besserer Mensch zu werden.“ (S. 30) Das Ergebnis der Selbstreflexion ist häufig ein besserer Zugang zu den eigenen Motiven, Gefühlen und Gedanken, die einen enormen Einfluss auf unser Verhalten habe.

Viele Menschen haben Angst vor einer ehrlichen Selbstreflexion. Sie drücken sich vor der Betrachtung Ihrer Schwächen, Ängste und Ihrer Schattenseite. Die Selbstreflexion (selbst wenn sie schmerzhaft sein sollte) ist alternativlos. Aus der Psychologie wissen wir, dass Menschen, die keine bewusste Selbstreflexion vornehmen, gerne Ihre unliebsamen Gefühle auf Andere projizieren (s. Stefanie Stahl). Die beliebteste Strategie, um sich nicht mit sich selbst zu beschäftigen ist die Ablenkung im Außen z.B. Smartphone; Netflix, etc..

Nico Rolli Blog Selbstreflexion Beispiel 2

Eigene Grafik "Wie wir Menschen funktionieren"

Das Ergebnis einer Selbstreflexion ist immer auch ein Stück eine Persönlichkeits-entwicklung – wir wachsen mit der Bewusstheit von uns Selbst. Je besser wir uns selbst (er)kennen, desto schwächer ist unsere Verzerrung der Wahrnehmung der äußeren Welt (s. eigene Grafik "Filter") und desto besser ist unser Selbstkontakt. Je besser unser Selbstkontakt ist, desto besser sind wir in der Lage andere Menschen zu sehen (Empathie). Gerade im Kontakt mit anderen Menschen/ Situationen können wir Selbstreflexion sehr gut üben: Was ist mein Anteil an der Situation? Was habe ich damit zu tun? Was macht das gerade mit mir?

Wie funktioniert Selbstreflexion?

In der Selbstreflexion nehmen wir eine „Meta-Ebene“ ein. Wir schauen aus einer gewissen Distanz auf uns (s. Dis-Identifikation in der Psychosynthese). Wir werden uns unseres Selbst bewusst. Diese Fähigkeit unterscheidet uns von den Tieren und bietet uns die Möglichkeit, jederzeit der Mensch zu werden, der wir sein wollen. Durch Selbstreflexion können wir Dinge aus verschiedenen Perspektiven betrachten.

3 Fähigkeiten helfen bei der Selbstreflexion:

  • Interesse für sich selbst
  • Achtsamkeit
  • Beurteilungslosigkeit

Das Interesse für uns selbst ebnet den Weg für die Reflexion des eigenen Selbst. Über die Achtsamkeit und damit die Bewusstheit für das eigene Denken und Fühlen findet dann das Beobachten (die Selbstwahrnehmung) statt. Nur wenn wir das, was wir in uns selbst beobachten, nicht be- und verurteilen, können wir verschiedene Perspektiven einnehmen. Diese beurteilungslose Selbstwahrnehmung bildet die Basis für unsere Selbst-Akzeptanz und damit für die spätere Selbst-Entwicklung. Dieser ganze Prozess wird als Selbstreflexion bezeichnet.

Nico Rolli Blog Selbstreflexion Beispiel 1

Mit Menschen, die sich einer Selbstreflexion gezielt verschließen, ist es häufig schwierig ein konstruktives, reifes Problemgespräch zu führen. Ungerechtes Handeln und Schuldzuweisungen entstehen oft durch eine verzerrte Wahrnehmung bei diesen Menschen.

Selbstreflexion als Schlüssel zur Karriere und Tür zu den Soft Skills

Wie wird die Selbstreflexion im beruflichen Kontext bewertet? Das Harvard Business Magazin (9/2022)  berichtet in seiner aktuellen Ausgabe von Forschungen, die zeigen, „dass regelmäßige Reflexion der Schlüssel zu einer erfolgreichen Karriere ist. … Wir würden sogar noch einen Schritt weitergehen und behaupten, dass Selbstreflexion nicht nur der Schlüssel zur Karriere ist, sondern auch die Türen zu allen anderen Soft Skills öffnet und somit eine Grundlage für sie bildet.“

Eine Befragung des Harvard Business Magazin zeigt, dass es 3 emotionale Auslöser für Selbstreflexion und die spätere enorme Entwicklung von Managern und Führungskräfte gibt:

  1. Überraschungen
  2. frustierende Situationen
  3. Fehler, die zum Scheitern führen

Immer dann, wenn Dinge nicht so laufen wie wir uns das wünschen, wenn wir keine Kontrolle haben, bietet die Selbstreflexion ein großes Potenzial zur Selbst-Entwicklung.

Das Handelsblatt hat die Ergebnisse einer Befragung zum „Wunsch-Chef“ von Mitarbeitern veröffentlicht: die Fähigkeit, die eine gute Führungskraft am meisten kennzeichnet, ist die Fähigkeit zur „Selbstreflexion“.

Selbstreflexions-Fragen im beruflichen Kontext sehen wie folgt aus: Was hat heute funktioniert/ was ist gut gelaufen und was nicht? Was ist für mich erreichbar und was nicht? Was kann ich aus den Dingen, die nicht gut gelaufen sind, lernen? Was ist mein Anteil an den Dingen, die nicht funktioniert haben?

5 Trainings-Impulse für Selbstreflexion

1. Selbstreflexion findet in der Ruhe und Stille statt. Nur wenn wir nicht durch äußere Reize abgelenkt werden, sind wir in der Lage uns selbst wahrzunehmen. Schaffe Dir tägliche Zeitfenster für Deine Selbstreflexion.

„Du kommst nur zu Dir, wenn Du still wirst. Die vielen Einflüsse von außen machen Dich krank. Du brauchst die Stille, um ganz Du selbst zu werden.“ Anselm Grün

Der Dalai Lama empfiehlt: "Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst."

2. Selbstmitgefühl zeigen.

Wenn wir unsere (ständigen) inneren Dialogen durch die Selbstreflexion bewusst machen (Selbstwahrnehmung und Meta-Ebene), werden wir merken, wie hart und unfreundlich wir häufig mit uns selbst umgehen. Wir nehmen möglicherweise Minderwertigkeitsgefühle, Ängste, Einsamkeit und Selbstabwertung wahr. Nur wenn wir liebevoll und empathisch mit uns selbst umgehen, können wir innerlich wachsen.

„Mit Selbstmitgefühl schenken wir uns selbst die gleiche Güte und Fürsorge, die wir auch einem guten Freund oder einer guten Freundin schenken würden.“ Kristin Neff

3. Selbst- und Fremdwahrnehmung abgleichen. Indem wir uns Feedback zu unserer Wirkung (im Außen) von anderen Menschen einholen, können wir unser Selbstbild vervollständigen. Der sog. „blinde Fleck“ zeigt uns auf, wo wir unbewusste Persönlichkeitsmerkmale, Eigenschaften oder Verhaltensweisen haben bzw. zeigen, die zwar von andere Menschen, aber nicht von uns selbst wahrgenommen werden können.

4. Regelmäßiges Entwicklungs-Journaling.  Beim Journaling wird ein Tagebuch über die eigenen Gefühle, Gedanken und Verhaltensweisen geführt. Beispielhafte Selbstreflexions-Anregungen sind (s. B. Migge): In Bezug auf mein Verhalten, meine Emotionen, meine Gedanken, meine Bedürfnisse, mein Körpergewahrsein, etc. … bin ich zufrieden mitbin ich unzufrieden mit…. habe ich schon erreicht ….strebe ich an

5. Stetiges Bewusstsein. So häufig wie möglich sollten wir jeden Tag die Meta-Ebene des Bewusstseins einnehmen und uns selbst, unsere Gedanken, Gefühle und unser Verhalten bewusst beobachten. So trainieren wir eine Gewohnheit zur Bewusstheit und damit auch zur Selbstreflexion. Einen guten Einstieg bietet die gezielte Betrachtung von vergangenen Ereignissen mit dem Gibbs' Reflective Cycle

Message-To-Go

Selbstreflexion ist eine zentrale Fähigkeit, um sich weiterzuentwickeln. Nur wenn wir den Weg nach Innen gehen und unser Denken, Fühlen und Handeln bewusst wahrnehmen, kennenleren und hinterfragen, können wir mehr über uns selbst erfahren und uns besser verstehen. Persönlichkeitsentwicklung startet mit der Selbstreflexion. Das Ziel ist es, zu einem immer besseren Beobachter unserer eigenen Gedanken, Gefühle und unserem Verhalten (Handeln) zu werden. Wir trainieren unsere Wahrnehmung.

Weitere Informationen und konkrete Unterstützung unter www.nicorolli.de.

Quellen:

Robert Betz bei youtube

Kristin Neff: Selbstmitgefühl, Kailash Verlag

Schmetterling und Taucherglocke: https://www.youtube.com/watch?v=sY6gwOks1Rg

Stefanie Stahl: Das Kind in Dir muss Heimat finden, Kailash Verlag

Vera Birkenbihl bei youtube

Harvard Business Manager: "Die verborgene Kraft der Selbstreflexion", Harvard Business Manager 9/2022

Björn Migge: „Handbuch Coaching und Beratung“, Belz Verlag





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Blog 4 #: Empathie – Die Fähigkeit andere Menschen wirklich zu sehen https://www.nicorolli.de/blog/empathie-die-faehigkeit-andere-menschen-wirklich-zu-sehen/ https://www.nicorolli.de/blog/empathie-die-faehigkeit-andere-menschen-wirklich-zu-sehen/#comments Wed, 07 Sep 2022 10:00:00 +0000 Blog https://www.nicorolli.de/blog/empathie-die-faehigkeit-andere-menschen-wirklich-zu-sehen/ Weiterlesen

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„Sawubona“ – was wir von den Zulu lernen können


nico rolli blog empathie


In unserer westlichen Kultur begrüßen wir uns meistens mit „Wie geht es Dir?“. Die wenigsten Menschen interessieren sich wirklich dafür, wie es uns geht. Häufig antworten wir mit einer Floskel wie z.B.: „Alles gut“. Wir haben uns daran gewöhnt, eine eher oberflächliche und wenig wertschätzende Kommunikation ohne viel Empathie – im privaten wie beruflichen – zu führen. Ein gelungener Einstieg in eine empathische Kommunikation sieht anders aus.

Die Mitglieder des Zulu-Stamms (größte ethnische Gruppe Südafrikas) nutzen einen empathischeren Gesprächs-Einstieg. Ihre häufigste Begrüßung lautet „Sawubona“, was so viel bedeutet: „Ich sehe Dich und Du bist mir wichtig und ich schätze Dich“. Die Antwort der Zulu auf diese Begrüßung lautet nicht „alles gut“ wie bei uns, sondern: „Shiboka“. Das bedeutet so viel wie: „Dann existiere ich für Dich“. Mit dem Wort „Sawubona“ wird die eigene Präsenz und Aufmerksamkeit für den Anderen, das Interesse an der Entdeckung der Bedürfnisse, der Ängste, Sorgen und Schwächen des Gesprächspartners / -partnerin zum Ausdruck gebracht. Diese Gesprächs-Eröffnungs-Weisheit des Zulu Stamms beinhaltet Vieles von dem, was wir unter Empathie verstehen.

Was ist Empathie?

Die „Ich sehe Dich“-Metapher ist für mich ein wunderbarer Ausdruck dafür, was Empathie ist: unsere Fähigkeit bei einem Menschen wahrzunehmen, was dieser denkt und fühlt. Empathie ist die Fähigkeit sich mit anderen Menschen zu verbinden, um Ihre Gedanken, Perspektiven und Emotionen zu erkennen und zu verstehen. Wir „laufen“ ein Stückweit in den „Schuhen des anderen“ und lernen dadurch seine/ ihre Weltsicht kennen.

Empathie lässt sich in 3 Bereiche unterteilen:

nico rolli blog empathie bereiche

  1. Kognitive Empathie (Kopf/ Denken):Ich verstehe Dich“. Die rein sachlichen Zusammenhänge des Gesagten werden rational verstanden. Absichten und Gedanken können nachvollzogen werden, Schlussfolgerungen sind möglich. Die kognitive Empathie ist durch eine Abgrenzung zu dem Gegenüber geprägt: ich verstehe, was der Gegenüber mir sagen möchte, aber bin nicht gefühlsmäßig involviert.
  2. Soziale Empathie: „Ich kann das Verhalten von Gruppen/ Teams verstehen und vorhersagen“. In Gruppen gelten andere Regeln und Normen als im Kontakt mit einzelnen Personen.
  3. Emotionale Empathie (Herz/ Bauch):Ich fühle mit Dir“. Empathie wird häufig als Einfühlungs-Vermögen bezeichnet. Dieser Begriff ist stark mit dem emotionalen Anteil der Empathie assoziiert. Die Gefühle des Gegenübers wahrzunehmen, erleichtert es uns Menschen, andere Menschen wirklich zu sehen und in ihre „Schuhe“ zu schlüpfen.

Mitgefühl vs. Mitleid

Die emotionale Empathie, die auch als Mitgefühl bezeichnet werden kann, unterscheidet sich maßgeblich von dem Gefühl von Mitleid. Mit-zu-fühlen bedeutet nicht mit zu leiden. Wenn ich mitfühle, bin ich bei meinem Gegenüber und schaue aus der Perspektive des Gegenübers darauf, was passiert ist und was für meinen Gegenüber Bedeutung hat. Jedoch lasse ich mich selbst komplett raus – ich setze mich quasi auf den „Stuhl“ des Gegenübers. Ich weiß allerdings jederzeit, dass das nicht mein Stuhl ist, und dass ich mich jederzeit wieder zurück auf meinen Stuhl setzen kann. Echte emotionale Empathie bezieht sich nicht auf mich und auf das, was es für mich selbst bedeutet. Wirkliches Freuen für meinen Gegenüber ist gelebte emotionale Empathie „wie großartig für Dich“. Immer wenn wir mit eigener Angegriffenheit oder Verlustangst etc. reagieren, dann wissen wir, dass wir in diesem Moment keine (echte) Empathie empfinden.

„Ein Leben in Mitgefühl mit anderen Menschen und Allem!“ (zentrale buddhistische Lebensweisheit)

Mitleid zeigt uns, dass wir zu viel fühlen. Wir werden dann in das Gefühl unseres Gegenübers reingezogen. Die eigene Betroffenheit kann die emotionale Empathie verhindern. Wir alle neigen dazu, etwas gegen die unangenehmen Gefühle des Gegenübers tun zu wollen. Wir tun uns häufig schwer, unangenehme Gefühle (auch und gerade unseres Gegenübers) auszuhalten. Wenn wir Mitleid empfinden, stellen wir uns selbst in den Mittelpunkt des Geschehens und sind dann nicht mehr bei unserem Gegenüber.

Empathie in der Praxis

Empathie ist gleichzeitig eine Kompetenz und eine spezifische Haltung, mit anderen Menschen umzugehen (sie v.a. emotional wirklich zu sehen), diese zu verstehen („das DU verstehen“) und sie zu unterstützen (ich verstehe Dich – ich kann mitfühlen – ich möchte Dir helfen). Der deutsche Philosoph Richard David Precht bezeichnet diese Fähigkeit als „soziales Schach“ und ist davon überzeugt, dass „Empathie-Berufe“ der größte Wachstumsmarkt der Zukunft sind (s. Artikel KI und Kompetenzen). Zuhören ist die Brücke zur Empathie. Die innere Haltung "Ich interessiere mich wirklich für das, was mein Gegenüber sagt", bildet dabei die Basis für ein zugewandtes Zuhören.

Was macht empathische Zuhörer aus?

  • Zuhören, ohne zu be- und verurteilen („… das ist nicht gut..“)
  • Keine Verantwortung für den anderen übernehmen („… ich kümmere mich darum..“)
  • Den Anderen nicht nach seinen eigenen Absichten formen wollen („…mach das so…“)
  • Keine Ratschläge erteilen („du solltest..)
  • Nicht bemitleiden („.. du bist wirklich schlimm dran..“)

Die 4 Säulen der Empathie

Theresa Wiseman hat auf der Basis der Gewaltfreien Kommunikation und nach den Erkenntnissen des Psychologen Carl Rogers, 4 Säulen der Empathie definiert:

nico rolli blog empathie vier saeulen

  • Perspektivenübernahme: aus der Sichtweise meines Gegenübers die Situation betrachten
  • Unvoreingenommenheit: meine eigenen Urteile und Meinungen zur Seite legen
  • Emotionen verstehen: Gefühle und Bedürfnisse meines Gegenübers erkennen
  • Verständnis kommunizieren: eine Rückmeldung geben darüber, welche Gefühle und Bedürfnisse verstanden wurden

Die amerikanische Schamforscherin Brene Brown zeigt in einem kurzen Cartoon-Video sehr anschaulich den Unterschied zwischen Empathie und Sympathie.


Empathie ist die wichtigste Eigenschaft von Führungskräften – wissenschaftlich belegt

Wie wichtig die sog. „Soft Skills“ für Führungskräfte sind, ist in den letzten Jahren hinreichend beschrieben und durch Studien belegt worden. Gerade in der Corona-Zeit hat die Fähigkeit der Empathie enorm an Bedeutung gewonnen. Die Mitarbeiter wünschen sich emotional sensible und v.a. empathische Vorgesetzte, das hat u.a eine Befragung des Handelsblatts ergeben s. Link. Darüber hinaus wirkt Empathie als emotionaler "Klebstoff" der Teams zusammenhält.

Empathische Führung wird immer mehr zum zukunftsweisenden Führungsstil. Einen aktuellen Beleg dafür, dass es eine signifikante Korrelation zwischen empathischem Führungsstil und Geschäfts-Erfolg gibt, liefert eine aktuelle Studie von Forbes.

Die Ergebnisse der Forbes-Studie im Überblick:

nico rolli blog empathie forbes studie ergebnisse

Empathie-Trainings-Tips

In meinen Coachings und Trainings werde ich häufig von Menschen gefragt, ob Empathie angeboren ist, oder trainiert werden kann? Ich sage dann gerne JA!…. beides gilt. Empathie ist eine Persönlichkeits-Eigenschaft, die zu einem gewissen Grad genetisch angelegt ist. Wir können unsere Empathie-Fähigkeit darüber hinaus aber sehr gut trainieren:

1.) Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Selbstwahrnehmung und der Empathie. Je besser ich mich selbst wahrnehmen kann, desto höher wird meine Empathie sein. Der Psychologe John Gottman hat hierzu ausführlich geforscht. Indem ich meine Selbst-wahrnehmung trainiere, trainiere ich auch meine Empathie-Fähigkeit.

2.) Jedes Gespräch kann genutzt werden, um die emotionale Empathie zu trainieren: geben Sie Ihrem Gegenüber die von Ihnen wahrgenommenen Gefühle wieder und fragen Sie nach, ob Sie „richtig“ liegen.

3.) Nach Chade-Meng Tan (2012) ist die „Güte der Motor der Empathie“. Meine eigenen praktischen Erfahrungen zeigen, dass Menschen sich um so einfühlsamer verhalten können, je größer die Güte ist, mit der Sie anderen Menschen begegnen. Hierfür hat sich auch die „Genau-wie-ich-Mediation“ in der Praxis bewährt.

Das nachfolgende Zitat des verstorbenen Schauspielers Robin Williams bringt die Güte auf den Punkt:

„Jeder kämpft , den Du kennst, kämpft in einer Schlacht, von der Du nichts weißt. Sei nett. Immer.“

4.) Sich bewusst zu machen, dass jeder andere Mensch genauso ist wie ich, d.h. die empfundene Ähnlichkeit mit anderen Menschen ist eine weitere Trainingsmöglichkeit, die die Empathie-Fähigkeit steigert.

5.) Nach M. Rosenberg (Begründer des Konzeptes der Gewaltfreien Kommunikation) bedeutet Empathie, dass man sehr präsent in einem Gespräch ist. Jedes Gespräch bietet die Möglichkeit, 5% mehr präsent in dem Gespräch zu sein und wirklich den anderen Menschen zu sehen, "bei Ihm" zu sein, und nicht gedanklich abzuschweifen. Lassen Sie das Gehörte des Gegenübers wie einen Kinofilm in Ihrem Kopf ablaufen, so schaffen Sie eine höhere Präsenz im Gespräch.

Message-To-Go

Empathie ist eine besonders wichtige Kompetenz, die uns zu einem sozialen Wesen macht. Indem wir andere Menschen wirklich sehen können, d.h. indem wir wahrnehmen, was Sie denken und fühlen, schaffen wir eine Verbindung zu Menschen.

Wir alle wollen in unserer Persönlichkeit gesehen und wertgeschätzt werden - Empathie ist der Weg dorthin. Empathie ist gezielt trainierbar und gilt als zentrale Fähigkeit für Führungskräfte.

Übrigens: Dänemark hat Empathie als eigenes Schulfach eingeführt. Der NDR titelt: "Empathie als Schulfach - Zuhören und Respektieren" - Link zum Bericht.

Weitere Informationen unter www.nicorolli.de.


Quellenangaben:

Bauer, J. (2006). Kleine Zellen, große Gefühle – wie Spiegelneuronen funktionieren. Vortrag in SWR 2, 8. Januar 2006, 8:30h.

Goleman, D. & Boyatzis, R. (2008). Social intelligence and the biology of leadership. Harvard Business Review, 09/2008.

Wiseman, T. (1996) A concept analysis of empathy. Journal of advanced nursing 23, 1162-1167





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Blog 3 #: Emotionale Führung - die Kunst Menschen mitzunehmen https://www.nicorolli.de/blog/emotionale-fuehrung/ https://www.nicorolli.de/blog/emotionale-fuehrung/#comments Wed, 31 Aug 2022 14:00:00 +0000 Blog https://www.nicorolli.de/blog/emotionale-fuehrung/ Weiterlesen

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Auf Menschen und Ihre Emotionen eingehen


Emotionale Führung


Emotionale Reife als Voraussetzung für emotionale Führung

Viele Führungskräfte in Unternehmen versuchen täglich die negativen Auswirkungen ihrer mangelnden emotionalen Reife auf die Mitarbeiter zu minimieren. Sie definieren sich selbst und ihren Platz in Unternehmen über ihre Stellung und ihre Arbeit. Eine rein rationale Orientierung an Zahlen, Fakten und Daten führt im Management zu einer Verkümmerung der emotionalen Ebene. Ich spreche in diesem Zusammenhang gerne von emotional unreifen Führungskräften. Emotional unreife Führungskräfte handeln aus einem emotionalen Defizit heraus - Sie selbst und das Team leiden darunter. Emotionale Führung ist in diesem Fall nicht möglich.

4 Punkte, die eine emotional unreife Führungskraft auszeichnen:

  1. Die Selbstwahrnehmung ist eingeschränkt > Körpersymptome wie Erschöpfung, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen und Depressionen können Zeichen dafür sein, dass sich die Führungskraft zu wenig bewusst ist, was in Ihrem Inneren vor sich geht.
  2. Chronische Überforderung > Aktivität ist die Devise der emotional unreifen Führungskräfte. Sie finden immer neue Beschäftigungen, um möglichst wenig Zeit für sich und Ihr Innenleben zu haben. Nur durch besonders hartes arbeiten kann man sich Ruhezeiten "verdienen".
  3. Erfolg bedeutet Alles. Es gilt die Formel: Mehr = Besser! Nur Zahlen zählen und was nicht wächst, ist nichts wert. Freude am Tun und an der Team-Arbeit, Spaß bei der Arbeit gibt es nicht.
  4. Die Überzeugung, dass Gefühle auf der Arbeit nichts zu suchen haben. Gefühle bei Mitarbeitern können nicht (oder nur bedingt) wahrgenommen und mitgefühlt werden. Die Mitarbeiter sollen bitte nicht in ihrer (emotionalen) Ganzheit zur Arbeit kommen.

Solange emotional unreife Führungskräfte die Auswirkungen dieser emotionalen Defizite auf sich selbst und andere nicht wahrnehmen, können diese Defizite auch nicht aktiv bearbeitet werden. Emotionale Führung beginnt damit zu erkennen, wie der eigene emotionaler Reifegrad ist.

Aus eigener Erfahrung und meiner Arbeit als Führungskräfte-Coach weiß ich, dass emotionale Reife (und damit Kompetenzen) von Führungskräften in schwierigen Gesprächen / Situationen, in Beziehungskrisen mit Mitarbeitern und in dem Schmerz von Niederlagen und Rückschlägen entwickelt wird. Immer dort, wo wir mit unseren (gerade auch negativen) Emotionen konfrontiert werden, bietet sich uns eine große Wachstumsmöglichkeit. Es wird hier von Wachstumsschmerzen gesprochen (s. Brene Brown: „Authentizitäts-Wachstumsschmerzen“). Das Zeigen der eigenen Verletzlichkeit ist der "Turbo" um den eigenen emotionalen Reifegrad zu steigern und um Verbindung mit den Mitarbeitern und dem Team herzustellen.



Emotionale (reife) Führung - Magnet und Kanarienvögel

"Die grundlegende Aufgabe von Führungskräften besteht darin, in den Menschen, die sie führen, positive Gefühle zu wecken." (Daniel Goleman)

Führungskräfte, die keine positiven Gefühle in ihren Mitarbeitern wecken können, sollten sich mit ihren emotionalen Mustern auseinandersetzen. Emotional reife Führungskräfte sind sich ihrer eigenen kontraproduktiven Gedanken, Gefühlen und Mustern bewusst und arbeiten daran. Unsere eigenen emotionalen Muster werden aus unseren nicht gelebten und bewältigten Emotionen (in der Vergangenheit) aufgebaut und haben Einfluss auf unser heutiges Verhalten. Emotionale Führung beginnt dort, wo ich mich als Führungskraft diesen Mustern stelle. Hinweise auf unsere (unreife) emotionalen Muster können Verhaltensweisen wie bspw. Perfektionismus, Jähzorn, Verbitterung, nachtragendes Verhalten, Arbeitssucht, übermäßige Strenge, Geltungssucht (Abhängigkeit von ständiger Anerkennung), u.ä. sein. Es gibt verschiedene Wege, sich den eigenen Mustern zu stellen (u.a. nach Peter Scazzero):

  • Gefühle beim Namen nennen > unser Gehirn wird neu programmiert, wenn wir Gefühle benennen. Hilfreiche Fragen an sich selbst sind: Was fühle ich gerade? Was fühle ich in Hinblick auf das, was ich fühle? Was macht mir Angst? Wo spüre ich Spannungen, Stress in meinem Körper? Was sagen die Körperspannungen darüber, was in mir vorgeht?
  • Geben Sie Ihrem Verstand einen Namen > Indem wir unseren Verstand als "eigenständiges Wesen" betrachten, können wir auf Abstand zu unseren eigenen Gedanken gehen (s. ACT-Methode). Das Ziel ist es, auf unsere eigenen (verstand basierten) Bewertungen zu schauen, statt von den Bewertungen aus auf unser Erleben zu schauen
  • Negativ-Skripte identifizieren > welche Botschaften aus der eigenen Vergangenheit beeinflussen mein Verhalten in der Gegenwart? Innere Glaubenssätze wie "Das kannst Du nicht", "Du weißt gar nicht, worauf Du Dich einlässt", etc.. Sich mit den Negativ-Skripten zu beschäftigen und diese durch andere zu ersetzen, sind dann die nächsten Schritte.
  • Feedback von außen einholen > Gespräche mit Menschen, denen man vertraut, sind unverzichtbar für das Erkennen der eigenen Muster und dem anschließenden Bearbeitungs-Prozess. Eine weitere gute und sinnvolle Hilfe kann die Arbeit mit dem Enneagramm sein.

Emotionale Führung bedeutet: zum Magneten für Emotionen zu werden, d.h. die "spürbare Wirkung auf das emotionale Gehirn der Menschen.." (Daniel Goleman). Der sog. "Ripple-Effect" (angelehnt an die kreisförmige Wellenbewegung, die ein ins Wasser geworfener Stein verursacht) beschreibt im Kontext von emotionaler Führung den Umstand, dass die Führungskraft viel stärker die Emotionen der Mitarbeiter/ des Teams beeinflusst, als das umgekehrt der Fall ist.

Emotionale Führung bedeutet auch, die Kanarienvögel im Unternehmen im Blick zu haben. In frühen Zeiten des Bergbaus, gab es keine Möglichkeiten den Kohlenmonoxid-Gehalt in der Luft zu bestimmen (Gefahr von Explosionen). Die Lösung fand sich in Form von Kanarienvögeln. Haben diese gezwitschert, war alles gut. Wenn diese verstummten, war das ein Zeichen für den steigenden Gasgehalt. Beobachten Sie die Stimmung (das Gezwitscher Ihrer Mitarbeiter / Teams) auf der Arbeit sehr genau und achten Sie auf kleine Hinweise, dass etwas nicht stimmt. Nehmen Sie sich die Zeit für wichtige Gespräche, für Beziehungsaufbau und seien Sie in ständigem Austausch mit Ihren Mitarbeitern.

"Führung ist nicht gleichbedeutend mit Dominanz, sondern die Kunst, Menschen davon zu überzeugen, zusammenzuarbeiten, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen." (Daniel Goleman)

Praxis-Impulse für emotionale Führung

Folgende Praxis-Impulse helfen, die eigene Kompetenz der emotionalen Führung zu optimieren:

  1. Einen offenen, wertschätzenden Dialog (Zuhören können ist eine wesentliche Voraussetzung) mit den Mitarbeitern und dem Team über Erwartungen, Leistungen aber auch über die persönliche Entwicklung führen. Leistung und persönliche Entwicklung gehören zusammen.
  2. Irritationen (auf der Beziehungsebene) haben immer Vorrang! Es gilt die Stimmungen im Team zu spüren und Konflikte offen ansprechen. Hierfür brauchen wir Spielregeln und Hilfsmittel, um die emotionale Realität im Team ehrlich anzusprechen und respektvoll und lösungsorientiert mit Konflikten umzugehen.
  3. Ich kann nur als der führen, der ich bin. Was ich bin, strahlt von mir aus. Selbstreflexion und Arbeit an mir selbst (Selbstführung): die eigenen Bewertungen und Gefühle erkennen, automatische Gedanken und Denkfehler identifizieren (Autopilot und Muster) und diese durch nützlichere Bewertungen ersetzen.
  4. Unangemessenes und unreifes Verhalten (im Unternehmen) wird angesprochen. Hierfür brauchen wir neue Fertigkeiten: sog. Basiskompetenzen für den Umgang untereinander. Emotionale Führung bedeutet, diese Basiskompetenzen mit dem Team zu entwickeln (z.B. Erwartungen und Bedürfnisse klären; einfühlsam zuhören; Empathie; Gefühle benennen; keine Vermutungen; etc.)
  5. Sich selbst als Führungskraft oder Manager mit seinen Schwächen und seiner Verletzlichkeit zeigen. Es geht darum, einen authentischen Weg in der emotionalen Führung zu finden.
  6. Die eigene Haltung gegenüber Gefühlen im Unternehmen wählen: Gefühle sind Antriebskräfte, die Energie mobilisieren. Gefühle sind ein Zeichen für Lebendigkeit (Bild des Unternehmens als "lebendiger Organismus") und sollten genutzt und nicht verdrängt oder unterdrückt werden.

Message-To-Go

Emotionale Führung ist nur möglich, wenn ich mich selbst emotional reif führen kann, d.h. wenn ich über einen gewissen Grad an emotionaler Intelligenz verfüge. Selbstführung hat viel mit dem eigenen inneren (emotionalen) Kompass zu tun.

2 Punkte sind wesentlich bei der emotionalen Führung:

  1. Nah am Unternehmen, an den Mitarbeitern und am Team "dran" sein, um zu erkennen, "was in dem Unternehmen wirklich vor sich geht" - emotionale Stimmungen und Irritationen früh erkennen und darauf positiv einwirken
  2. Die Gefühle im Unternehmen und die Gespräche über die Gefühle der Mitarbeiter, malen ein "Bild der Seele des Unternehmens" (Daniel Goleman).

Emotionale Führung öffnet neue Wege, die durch Mitgefühl und Vertrauen geprägt sind und die in die Richtung zu einem gelingenden Miteinander führen, wo sich jeder in seiner Einzigartigkeit zeigen kann.

Weitere Informationen unter www.nicorolli.de.


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Podcast Folge 1 #: Vorstellung und WARUM von "Mission Mensch"-Podcast https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-1-vorstellung-und-warum-von-mission-mensch-podcast/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-1-vorstellung-und-warum-von-mission-mensch-podcast/#comments Wed, 31 Aug 2022 14:00:00 +0000 Podcast https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-1-vorstellung-und-warum-von-mission-mensch-podcast/ Weiterlesen

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Vorstellung und WARUM von "Mission Mensch"-Podcast

In dieser ersten "Einführungs-Podcast-Folge" stelle ich mich selbst, meine Arbeit, meine Überzeugungen, die Inhalte von "Mission Mensch" und mein WARUM für diesen Podcast vor. Erfahrt, wer ich als Mensch bin, warum mein Leben mit einem Fußballspiel vergleichbar ist, welche Werte mir wichtig sind und was mich bewegt. Es geht um Erfolg, Sabbatical, Krankheit, Kloster, "hard work und heart work", vor allem aber um uns Menschen und unsere Zukunft.

Hört rein und lernt mich und meinen Podcast kennen.

Nico Rolli Podcast Mission Mensch Cover


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Podcast Folge 3 #: Menschen und Unternehmenskultur - mit Andreas Schubert (CEO Great Place To Work) https://www.nicorolli.de/blog/podcast-menschen-und-unternehmenskultur/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-menschen-und-unternehmenskultur/#comments Tue, 16 Aug 2022 15:46:00 +0000 Podcast https://www.nicorolli.de/blog/podcast-menschen-und-unternehmenskultur/ Weiterlesen

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Menschen und Unternehmenskultur

In dieser Podcast-Folge tausche ich mich mit dem Dipl. Psychologen, Mitbegründer und Geschäftsführendem Gesellschafter der Great Place To Work GmBH, Andreas Schubert, über die Wichtigkeit der Unternehmenskultur aus.


Andreas Schubert GPTW 1

"Wahre Schönheit kommt von Innen!" - auch und gerade bei Unternehmen

Menschen in Unternehmen und vor allem der Umgang mit Menschen in Unternehmen, das sind die Schwerpunkt-Themen dieser Podcast-Folge. Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der "Great Place To Work GmbH" Andreas Schubert, beleuchten wir die Unternehmenskultur in Deutschland und schauen uns hierbei auch die Auswirkungen von " The Great Resignation", der Corona-Pandemie und dem digitalen Wandel auf die Unternehmenskultur genauer an. Folgende Fragen werden in diesem Podcast beantwortet: Was haben Unternehmen mit einer nachweisbar guten Unternehmenskultur in den Lockdown-Zeiten anders gemacht als die anderen Unternehmen? Wie und woran kann ich die Qualität meiner Unternehmenskultur bestimmen und messen? Welche Faktoren, die Einfluss auf meine Unternehmenskultur haben, kann und sollte ich in Unternehmen gezielt fördern? Welche gesicherten Erkenntnisse gibt es für den Zusammenhang zwischen guter Unternehmenskultur, Gesundheit der Mitarbeiter und der Anzahl von Bewerbungen?

Weitere Informationen unter www.greatplacetowork.de







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Podcast Folge 4 #: Persönlichkeits-Entwicklung durch/ in Freundschaften - Ralf Gottlieb (Freund und Führungskraft) https://www.nicorolli.de/blog/podcast-4-persoenlichkeits-entwicklung-durch-in-freundschaften-ralf-gottlieb-freund-und-fuehrungskraft/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-4-persoenlichkeits-entwicklung-durch-in-freundschaften-ralf-gottlieb-freund-und-fuehrungskraft/#comments Sun, 14 Aug 2022 12:00:00 +0000 Podcast https://www.nicorolli.de/blog/podcast-4-persoenlichkeits-entwicklung-durch-in-freundschaften-ralf-gottlieb-freund-und-fuehrungskraft/ Weiterlesen

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Empathie-Einheiten in Freundschaften helfen dem Anderen zu wachsen

Meine persönliche Halbzeit-Pause und damit meine eigene Persönlichkeits-Entwicklung, waren u.a. durch tägliche Empathie-Einheiten mit meinem sehr guten Freund Ralf Gottlieb geprägt.

Nico Rolli Podcast Persönlichkeits-Entwicklung durch Freundschaften


 In dieser Podcast-Folge unterhalte ich mich mit Ralf u.a. über diese spannende Themen:

• Was Freundschaft bedeutet

• Freundschaft als Entwicklungs-Katalysator

• In den "Schmerz" reingehen

• Umgang mit "Scheiß-Tagen"

• Was Empathie bedeutet und wie wir sie in Freundschaften leben können

• Männer und Gefühle

• Männlichkeit

• Verletzlichkeit

• Perspektivenwechsel

• Entwicklung = neue Denk-Richtungen anbieten

• Schaukeln und Kopfkino

• Tür der Veränderung

Alle diejenigen, die sich selbst weiterentwickeln möchten und die eine Möglichkeit zum persönlichen Wachstum suchen, finden in dieser Podcast-Folge praktische Anregungen und Inspirationen, wie Freundschaften noch intensiver gestaltet werden können.

Viel Spaß beim Hören 😉


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Podcast Folge 2 #: Was macht uns glücklich? - mit Kathie Kleff (Moderatorin Antenne Bayern und Podcast "Get happy!") https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-2-was-macht-uns-gluecklich-mit-kathie-kleff/ https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-2-was-macht-uns-gluecklich-mit-kathie-kleff/#comments Mon, 08 Aug 2022 17:18:00 +0000 Podcast https://www.nicorolli.de/blog/podcast-folge-2-was-macht-uns-gluecklich-mit-kathie-kleff/ Weiterlesen

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Was macht uns glücklich?

In dieser Podcast-Folge unterhalte ich mich mit Kathie Kleff, der erfolgreichen Moderatorin von Antenne Bayern, darüber, was uns Menschen glücklich macht.

Kathie Kleff

Get happy!

Seit Jahren geht Kathie Kleff in ihrem "Antenne Bayern Podcast - Get Happy!", der Frage auf den Grund, was uns Menschen glücklich macht. Hierzu hat sie sich mit vielen Vor-Denkern, Wissenschaftlern, aber auch Astrologen und Psychologen in ihrem Podcast unterhalten. Kathie gibt uns in der heutigen Folge von "Mission Mensch" einen Einblick in die Essenz von Glücklichsein. Darüber hinaus werden auch Themen wie Spiritualität, Trauma und der Umgang mit sich selbst thematisiert.

https://www.antenne.de/programm/podcasts/get-happy

www.kathiekleff.de




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Blog 2 #: Wer Mensch sein will muss fühlen: Mensch(sein) in der digitalen Welt https://www.nicorolli.de/blog/wer-mensch-sein-will-muss-fuehlen-digitalisierung/ https://www.nicorolli.de/blog/wer-mensch-sein-will-muss-fuehlen-digitalisierung/#comments Tue, 12 Jul 2022 17:19:00 +0000 https://www.nicorolli.de/blog/wer-mensch-sein-will-muss-fuehlen-digitalisierung/ Weiterlesen

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Der Mensch im Mittelpunkt: diese Kernkompetenzen sind zukünftig wichtig

wer mensch sein will miss fühlen


Der Mensch kommt zu kurz 

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, dass wir "Menschen" in der stetigen Diskussion über Digitalisierung zu kurz kommen? Dies möchte ich gerne mit diesem Artikel ändern.

Inhaltsverzeichnis:

  • Wichtige Zukunftsfragen
  • Wer Mensch sein will muss fühlen
  • Arbeit in 2050
  • Emotionale Intelligenz als Kernkomptenz der Zukunft
  • Chancen und Möglichkeiten

Die Digitalisierung, Automatisierung und die KI (künstliche Intelligenz) stellen uns Menschen und Organisationen vor große Herausforderungen. Nachfolgend setze ich mich mit verschiedenen Fragen auseinander, die mir in Hinblick auf das Menschsein in der digitalen Welt als besonders wichtig erscheinen:

  • Was macht uns Menschen aus?
  • Wie wird unsere Arbeit in den nächsten 10, 20 und 30 Jahren aussehen?
  • Welche Kernkompetenzen spielen zukünftig eine wesentliche Rolle?
  • Welche Rolle nehmen Menschen zukünftig auf der Arbeit ein und wo unterscheiden wir uns von der KI?
  • Wo liegen die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für uns Menschen?

Nach der Aussage von einigen Forscher sind die 2 größten Herausforderungen aktuell und zukünftig die hohe Änderungs-Geschwindigkeit und die zunehmende Komplexität in unserer Welt. Komplexität ist dabei durch eine prinzipielle Unvorhersehbarkeit gekennzeichnet. Für diese Unvorhersehbarkeit gibt es kein Wissen das uns z.B. hilft Entscheidungen zu treffen. Können Sie klar und sicher sagen, ob es in 20 Jahren den Beruf des Busfahrers, des Bankers oder des Anwalts noch in der heutigen Form gibt? Welchen Beruf würden Sie Ihren Kindern als zukunftssicher empfehlen? Merken Sie, wie komplex die Welt geworden ist?

Wer Mensch sein will muss fühlen - was bedeutet das?

"Der Mensch heißt Mensch, weil er irrt und weil er kämpft, und weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt." Herbert Grönemeyer (Songtext "Mensch")

Im Gegensatz zur "künstlichen" Intelligenz sind wir Menschen emotionale Wesen. Eigenschaften wie Achtsamkeit, Respekt, pos. Einstellungen zu anderen Menschen, Toleranz, Empathie, etc. und unser Bedürfnis nach Wärme, Liebe und Sicherheit machen uns Menschen aus. Im Gegensatz zu der KI haben wir Menschen eine Seele und ein Bewusstsein.

Wir sind deutlich mehr als unser Verstand. Die Aussage von Descartes "Ich denke also bin ich", ist bereits vor Jahren vom portugiesischen Neurowissenschaftler Prof. Demasio in seinem Buch "Descartes Irrtum" in Zweifel gezogen worden. Demasio hat am Beispiel von Hirngeschädigten gezeigt, dass die Vernunft von unserer Fähigkeit abhängt, Gefühle zu empfinden. Unsere Emotionen sind es letztendlich, die uns zum Handeln bewegen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der Nobelpreisträger Daniel Kahnemann, der auch den Beweis liefert, dass wir hochgradig emotional entscheidende Wesen sind. Die Grundidee seines Buches "Schnelles Denken, langsames Denken" ist schnell erzählt: wir verfügen über 2 Denksysteme, dem intuitiven System 1 (automatisch, mühelos, intuitiv, von großer Emotionalität und Gewohnheit geprägt) und dem objektiven System 2 (langsames Denken, abwägender, bewusst, setzt auf Vernunft). Kahnemanns Erkenntnisse lauten: Unser Gehirn ist faul und geht den Weg des geringsten Widerstandes.  Darüber hinaus lenken unsere Emotionen und nicht unsere Ratio unsere Entscheidungen (die Entscheidungen werden nachher rational gerechtfertigt).

Wir halten also fest, dass wir Menschen uns durch weit mehr als durch unseren hochgelobten und verehrten Verstand auszeichnen. Wer Mensch sein will, muss fühlen und nicht mehr (nur) denken.

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Geist ein treuer Diener - Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat." Albert Einstein

Menschsein bedeutet, dass wir 3 Ebenen miteinander kombinieren: Kognition - Intention - Intuition.

Wer Mensch sein will muss fühlen

Arbeiten in 2050

Eine Szenario-Studie der Bertelsmann Stiftung  beschäftigt sich mit der Frage, wie das Arbeiten im Jahr 2050 aussieht. Experten aus verschiedenen Ländern entwerfen dabei 3 Szenarien, wie das Arbeiten aussehen könnte. Was sind die Kernaussagen dieser Studie?

  1. Der technologische Wandel wird rasch voranschreiten > optimalerweise gibt es eine Symbiose von Mensch und KI (positive Interaktion)
  2. Arbeit wird sich radikal ändern > im besten Fall wird Arbeit v.a. dem Sinn und der Selbstverwirklichung dienen
  3. Andere Fähigkeiten als heute sind gefragt > Empathie, Umgang mit Emotionen und Kreativität können auch in den nächsten Jahren nicht von der KI "geleistet" werden
  4. Wir werden eine höhere Arbeitslosenquote haben, da einige Berufe/ Tätigkeiten durch die KI übernommen werden > Bedingungsloses Grundeinkommen ist die Folge

Interessanterweise listet die Studie auch mögliche Zukunftsberufe auf: z.B. Innenausstatter für virtuelle Räume, Kreativitätscoach, Empathie-Interventionist, Persönlicher Lerncoach...

Wir halten fest, dass sich die Arbeit von uns Menschen nach der Studie "Arbeit 2050" deutlich ändern wird und dass wir uns als Mensch v.a. durch unsere Empathie, den Umgang mit Emotionen (fühlen lernen) und die Kreativität von der KI abheben bzw. unterscheiden. Diese Fähigkeiten gilt es zu stärken.


Emotionale Intelligenz als Kernkompetenz der Zukunft

Das Capgemini Research Institute hat in der Studie “Emotional Intelligence – the essential skillset for age of AI” klare Aussagen zu DER Kernkompetenz der Zukunft von uns Menschen getroffen: wir brauchen "Emotionale Intelligenz". Dadurch, dass immer mehr Routinetätigkeiten automatisiert werden, entsteht mehr Zeit und Wichtigkeit für zwischenmenschliche Beziehungen (Mensch-zu-Mensch-Kontakte). Die KI-Systeme sind nicht in der Lage Aufgaben wie Empathie, soziales Bewusstsein, Selbstreflexion, Kommunikationsfähigkeiten, Beziehungsmanagement, etc. zu übernehmen. 83% der in der Studie befragten Unternehmen sagten, dass die zentrale Grundvoraussetzung für den zukünftigen Erfolg, eine hochgradig emotional intelligente Mitarbeiterschaft ist. Emotionale Intelligenz bestätigt, dass wer Mensch sein will fühlen muss.


nico rolli wer mensch sein will muss fühlen


Große internationale Unternehmen wie Google, SAP, etc. priorisieren in Ihren hauseigenen Programmen "Search inside yourself" und "SAP for You", das Training einer emotional intelligenten und achtsamen Kultur. Diese Unternehmen haben erkannt, dass das Fühlen uns Menschen ausmacht.

Wer Mensch sein will muss fühlen


Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung für uns Menschen

Unsere Gefühle, der intelligente Umgang mit diesen (sowohl bei uns, als auch bei anderen Menschen s. mein Blog "Definition Emotionale Intelligenz"), unsere Empathie Fähigkeit und unsere Kreativität machen uns zutiefst menschlich und unterscheiden uns von der KI. Unsere Menschlickeit ist zugleich unsere Stärke als auch unsere Chance für die Zukunft. Die zentrale Frage ist, wie wir stärkenorientiert mit der KI interagieren können. Stellen wir uns vor, dass die KI uns zukünftig alle langweiligen und stupiden Routineaufgaben abnimmt und wir uns auf den Mensch-zu-Mensch-Kontakt fokussieren. Das wäre eine gelungene und sinnvolle Symbiose.

Die Digitalisierung braucht den Menschen und die "Digitalisierung unter Einbezug des Menschen", ist meiner Meinung nach die größte Herausforderung unserer Zeit. Es geht weniger darum, dass uns die KI Jobs wegnimmt, als vielmehr darum, dass sich die Qualität unserer Jobs verändern wird. Hier sind wir als Menschen gefragt und gefordert. Wir müssen uns als Mensch immer wieder "neu-erfinden", indem wir unsere Chancen erkennen, unsere Veränderungs- und Entwicklungs-Bereitschaft (die persönliche Veränderungsbereitschaft und -geschwindigkeit gilt als "Währung des 21. Jahrhunderts") kultivieren und unsere menschlichen Fähigkeiten fokussieren. Unsere emotionale Reife und unser menschliches Wachstum sind unsere Handlungs-Bereiche im Rahmen der digitalen Transformation.

So geht Mensch 4.0 - Mensch(sein) in der digitalen Welt.

Message-To-Go:

In der Zukunft zählen unsere menschlichen Kompetenzen wie die Empathiefähigkeit, die Wahrnehmung und der Umgang mit Emotionen und die Beziehungsfähigkeit. Unsere Fähigkeit zu fühlen unterscheidet uns von der Künstlichen Intelligenz (KI).




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Blog 1 #: Definition "Emotionale Intelligenz" - praxisnah https://www.nicorolli.de/blog/definition-emotionale-intelligenz/ https://www.nicorolli.de/blog/definition-emotionale-intelligenz/#comments Mon, 16 May 2022 17:19:00 +0000 Blog https://www.nicorolli.de/blog/definition-emotionale-intelligenz/ Weiterlesen

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Inside out - "Triff die Stimmen in Deinem Kopf"

nico rolli Definition Emotionale Intelligenz

Wie kann man emotionale Intelligenz einfach erklären?

Inside Out (aus dem englischen: das Innere nach außen (gekehrt)) ist der Titel eines Pixar-Animationsfilms, der in Deutschland unter der Bezeichnung „Alles steht Kopf“ bekannt wurde. Protagonist ist die kleine Riley, die durch eine Emotionszentrale im Leben gesteuert wird. In der Zentrale „arbeiten“ 5 „Mitarbeiter“, die jeweils eine Emotion verkörpern. Rileys Kindheit wird fortan durch diese 5 Basisemotionen geprägt: Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel.

Immer, wenn eine Emotions-Kugel (vom jeweiligen „Mitarbeiter“) in der Kontrollzentrale losgeschickt wird, empfindet Riley das entsprechende Gefühl in Ihrem Leben. Die Emotions-Mitarbeiter in der Kommandozentrale beraten sich ständig untereinander, welche Emotion in der jeweiligen Situation für Riley wohl die richtige ist. An der Kommandozentrale fährt der Gedankenzug vorbei, der u.a. Kisten mit „Fakten“ und „Meinungen“ geladen hat. Im Gedankenzug purzeln regelmäßig die Kisten durcheinander, was zu einem ziemlichen Durcheinander im (Innen-)Leben der kleinen Riley führt.

Emotionen steuern unser Leben

„Triff die Stimmen in deinem Kopf“ – ist das Abenteuer der 11-jährigen Riley überschrieben. Dieser Kinderfilm erklärt uns auf bezaubernde Weise, was „emotionale Intelligenz“ bedeutet, und wie wir Menschen (nicht nur 11-jährige 😊) funktionieren. Wir alle sind wie Riley. Wir alle haben verschiedene „Stimmen“ in unserem Kopf, die durch Gedanken und Gefühle repräsentiert werden. Der Umgang mit uns selbst (bevor wir mit anderen umgehen) ist eine große Herausforderung im Leben und umschreibt sehr gut den Kern von emotionaler Intelligenz.

Emotionen steuern unser Leben. Sie sind Antriebskräfte, die von außen durch Reize (z.B. Situationen) oder durch Impulse von innen (Gedanken) ausgelöst werden. Emotionen setzen Energie für unser Verhalten frei. Sie zeigen uns, was wir über uns und die Welt denken - Emotionen „kehren“ damit unser Inneres nach außen (Inside Out). Emotionen werden durch die Befriedigung von unseren Bedürfnissen beeinflusst > nicht befriedigte Bedürfnisse führen zu neg. Emotionen, befriedigte Bedürfnisse führen zu pos. Emotionen.

Der Film zeigt eindrucksvoll, dass gerade auch schwierige Emotionen, wie z.B. Wut oder Traurigkeit, wichtig für unsere Entwicklung bzw. für die Entwicklung unserer Persönlichkeit sind.

Emotionale Intelligenz als kluger Umgang mit Emotionen

Unsere emotionale Intelligenz und unsere emotionale Stabilität hängen davon ab, wie gut wir Emotionen bei uns und anderen Menschen wahrnehmen, diese verstehen, bei uns und anderen steuern bzw. positiv beeinflussen können. Wir treffen und steuern quasi unsere „Stimmen im Kopf“, wie so passend im Film beschrieben. Indem wir mit unseren eigenen Emotionen und denen anderer (besser) umgehen (lernen), kommen wir mit uns selbst gut zurecht und führen positive Beziehungen mit anderen. Wie Riley, möchten wir alle ein glückliches und erfüllendes Leben im Innen und Außen führen. Der kluge Umgang (Klugheit der Gefühle) mit unseren Emotionen bringt uns dorthin (Seligmann, 2015).

Der Psychologe und Journalist Daniel Goleman hat 1995 den Bestseller "Emotionale Intelligenz" geschrieben. Durch sein Buch lernten Millionen Menschen das Konzept kennen.

Peter Salovey und John D. Mayer definieren emotionale Intelligenz als:

„Die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und Emotionen sowie die Gefühle und Emotionen anderer zu beobachten, zu unterscheiden und sich von den dabei gewonnenen Informationen in seinem Denken und Handeln leiten zu lassen.“

Die emotionale Intelligenz kann im Laufe des Lebens erworben bzw. vertieft werden. Sie kann ähnlich wie ein Muskel trainiert werden. Zunächst brauchen wir Bewusstheit,  Selbstreflexion und einen gewissen Grad an Achtsamkeit, um uns selbst wahrzunehmen. Erst wenn wir uns selbst wahrnehmen, können wir unsere emotionale Intelligenz entwickeln und verändern. Die emotionale Intelligenz verbindet unseren Verstand mit unserem Herzen, d.h. unserem emotionalen Bereich.

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Fähigkeiten, die der emotionalen Intelligenz zugeschrieben werden, sind:

1.) Selbstwahrnehmung: seine eigenen inneren Zustände kennen; sich mit seinen persönlichen Schatten auseinandersetzen; die eigene Intuition spüren

2.) Selbstmanagement und -regulierung: Impulse, innere Zustände und Emotionen steuern

3.) Soziale Wahrnehmung: Empathie: sich in andere Menschen hineinversetzen, Ihre Gefühle, Bedürfnisse und Belange wahrnehmen

4.) Beziehungs-Manangement: im zwischenmenschlichen Kontext sich integrieren und angemessen reagieren können (soziale Sensität)

definition emotionale intelligenz


Der Raum zwischen Reiz und Reaktion

Die emotionale Intelligenz - Susan David spricht auch von der emotionalen Agilität ("die nächste emotionale Intelligenz") - hilft uns bewusster zu leben und weniger reaktiv durch unsere Umwelt bestimmt zu sein. Unser Leben wird durch unsere Wahrnehmung und durch unsere Interpretationen bestimmt.

Der Psychiater Viktor Frankl, der mehrere Konzentrationslager im Nationalsozialismus überlebt hat, schreibt:

"Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum. In diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen. In unserer Reaktion liegt unser Wachstum und unsere Freiheit."

Je bewusster wir mit unseren Emotionen umgehen und auf unsere Emotionen regieren, desto mehr schaffen wir uns selbst diesen "Raum der Freiheit", von dem Viktor Frankl spricht. Dieser Raum zwischen (emotionalen) Reiz und (bewusster) Reaktion wird durch unsere emotionale Intelligenz geschaffen.

Emotional intelligente Menschen reagieren z.B. auf Niederlagen eher mit Selbstmitgefühl, Widerstandslosigkeit und Akzeptanz. Gerade in schwierigen und herausfordernden Zeiten ist es wichtig, dass wir uns unsere negativen/ schwierigen Gefühle anschauen und dass wir uns diesen stellen.

Marshall Rosenberg (Begründer der "Gewaltfreien Kommunikation") stimmt der Aussage von Viktor Frankl zu, indem er sagt:

"Es sind nie die Tatsachen, die uns beunruhigen und ärgern, es sind immer unsere eigenen Bewertungen."

Durch die Beobachtung und Wahrnehmung der eigenen Gefühle sowie der Gefühle von Anderen, können wichtige Informationen für das eigene bewusste Handeln gewonnen werden. So können wir aus unseren meist unbewussten BeWERTungen (geistiger Autopilot) "aussteigen" und uns so verhalten, wie es zu unserer Absicht und zu unseren Werten passt. 

Die Emotionale Intelligenz zu erweitern oder zu entwickeln ist eine Form der Persönlichkeits- und Bewusstseins-Entwicklung. Unsere Werte bilden dabei den Kompass für unsere emotionale Intelligenz - diesen bewertungsfreien Raum zwischen unseren Gedanken und Gefühlen und den darauffolgenden Reaktionen.                              

Message-to-Go:

Emotionale Intelligenz kann als "Klugheit der Gefühle" verstanden werden, die sich aus 2 Dimensionen zusammensetzt:

  1. der Beziehung zu sich selbst (ICH)
  2. der Beziehung zu ANDEREN

Beide Dimensionen zeichnen sich jeweils durch das Erkennen und die aktive Steuerung von auftretenden Emotionen (und Gedanken) aus. Durch ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz werden wir zu unserem eigenen Kopfkino-Drehbuch-Autor (s. Film "Alles steht Kopf"). Wir sind dann weniger abhängig von den Ereignissen in der Außenwelt und erkennen, dass wir selbst die Verantwortung für unser Wohlbefinden und für die Beziehungs-Gestaltung zu anderen Menschen haben.


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